KFV Verband Allgemein (932)
KFV: Dauerregen: Land unter im südlichen Landkreis Schweinfurt
Landratsamt Schweinfurt - Pressestelle
Einsatzkräfte und zahlreiche Helferinnen und Helfer kämpften im südlichen Landkreis stundenlang gegen Wassermassen, die in Wohngebieten für Überschwemmungen sorgten.
Landkreis Schweinfurt. Dauerregen sorgte zum Wochenende im Landkreis Schweinfurt sowie auch in weiten Teilen Frankens für Überschwemmungen in Wohngebieten und legte auch zeitweise die Verkehrsinfrastruktur lahm. Im südlichen Landkreis Schweinfurt traten die Volkach und ihre Zuflüsse über die Ufer und es gab Talschwämmen in der Weinanbauregion Steigerwald, so dass Wassermassen in Wohngebieten Straßen, Wohnungen und Keller überfluteten und für eine Überlastung des Abwasserkanalsystems sorgten. Besonders betroffen waren die Gemeinden Michelau, Oberschwarzach, Kolitzheim (Gemeindeteil Zeilitzheim), Frankenwinheim, Dingolshausen, Donnersdorf, Lülsfeld (Gemeindeteil Schallfeld) und die Stadt Gerolzhofen.
Aufgrund der Ereignisse hat das Landratsamt Schweinfurt am Freitagmittag die Einsatzlage im Raum Gerolzhofen als großräumige Gefährdungslage und koordinierungsbedürftiges Ereignis unterhalb der Katastrophenschwelle eingestuft (nach Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes), so dass alle Einsatzkräfte (bis auf die Polizei) dem Örtlichen Einsatzleiter unterstellt waren. Diese Funktion übernahm Kreisbrandinspektor Alexander Bönig und später Kreisbrandinspektor Reinhold Achatz. Im Hintergrund wurde durch Kreisbrandinspektor Florian Zippel, gemeinsam mit Mitgliedern der Unterstützungsgruppe der Örtlichen Einsatzleitung, in der Kreiseinsatzzentrale eine Schnittstelle zwischen dem Landratsamt und den Einsatzkräften aufgebaut. Weiterhin wurde sich hier um die notwendigen Beschaffungen von Personal und Material gekümmert.
Nach Angaben der Integrierten Leitstelle (ILS) Schweinfurt wurden 60 größere Feuerwehreinsätze im südlichen Landkreis registriert. Wie ILS-Leiter Thomas Schlereth am Samstag mitteilte, kam es zusätzlich zu einer Vielzahl weiterer Einsätze im gesamten Kreisgebiet (z.B. Keller auspumpen), die von den Feuerwehren eigenständig abgearbeitet wurden.
In den Kreisbauhöfen Niederwerrn und Gerolzhofen wurden von den Feuerwehren und Bauhofmitarbeitern Sandsäcke befüllt und vom Technischen Hilfswerk (THW) zu den Einsatzstellen transportiert. Insgesamt waren ca. 40 Feuerwehren im Einsatz. Weiterhin waren Kräfte des THW (Ortsverbände Gerolzhofen und Schweinfurt), der Polizei, der Kreisbauhöfe, der Wasserwacht sowie der Deutschen Lebensrettungsgesellschaft (DLRG) eingesetzt. Im Einsatz befanden sich insgesamt rund 300 Einsatzkräfte. Durch die Wassermassen wurde es notwendig, zahlreiche Verkehrswege zu sperren.
Landrat Florian Töpper und Kreisbrandrat Holger Strunk machten sich vor Ort unter anderem in Michelau ein Bild von der Lage. Töpper lobte die Tatkraft der Einsatzkräfte, die unter enormen körperlichen Einsatz dafür sorgten, dass noch größerer Schaden abgewendet werden konnte. „Ich bin sehr dankbar für das, was die Einsatzkräfte und zahlreiche Helferinnen und Helfer hier geleistet haben. Eine solche Ausnahmesituation zeigt immer auf, wie gut es um den Zusammenhalt, das Verantwortungsbewusstsein und das Miteinander in einer Gesellschafft bestellt ist. Dann zu sehen, wie hier alle mit anpacken und wie sich Bürgerinnen und Bürger Hand in Hand und unvoreingenommen gegenseitig helfen, stimmt mich sehr zuversichtlich, was künftige Herausforderungen unserer Region – egal welcher Art – anbetrifft“, sagte Töpper.
Nach in Augenscheinnahme der Einsatzabschnitte durch Kreisbrandrat Strunk und Landrat Töpper konnte der Koordinierungsbedarf (nach Artikel 15 des Bayerischen Katastrophenschutzgesetzes) am Abend gegen 19 Uhr nicht mehr festgestellt werden, sodass eine einheitliche Koordination (mit dem Örtlichen Einsatzleiter) nicht mehr notwendig war. Die Einsatzabschnitte wurden daraufhin den örtlichen Feuerwehren übergeben.
KFV: Kinderfeuerwehr: Einladung der Betreuer der Kinderfeuerwehren und Intressierte
geschrieben von Schraud Alexander
Werte Kameradinnen und Kameraden,
hiermit lade ich die Betreuer der Kinderfeuerwehren im Landkreis Schweinfurt und alle, die sich für das Thema Interessieren und/oder Fragen haben, ein.
Mittwoch, 14.07.2021 um 19 Uhr in der Feuerwehr Schwebheim
Themen:
Neuerungen im LFV (Fachbereich 14)
Infos Kinderfeuerwehr Seminar des LFV
Aktuelle Lage
Planung für 2022
Verschiedenes
Es gelten die allgemein gültigen Hygienevorschriften!
Das Treffen findet in Zivil statt.
Ich freue mich auf Euer Kommen nach so langer Zeit und einen regen Austausch.
Mit freundlichen Grüßen
Nadine Bechmann
KFV: Kreisbrandmeister Walfried Fröhr offiziell verabschiedet
Landratsamt Schweinfurt - Pressestelle
Landrat übergibt Ernennungsurkunde an Nachfolger Daniel Krückel aus Bergrheinfeld. Fröhr wird aufgrund seiner Verdienste zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt.
In der Kreisbrandinspektion Schweinfurt gibt es eine personelle Veränderung. Landrat Florian Töpper hat Kreisbrandmeister (KBM) Walfried Fröhr aus Schwanfeld offiziell verabschiedet und Daniel Krückel aus Bergrheinfeld zum Nachfolger ernannt. Coronabedingt konnte die offizielle Verabschiedung erst jetzt im kleinen Kreis stattfinden.
„Kreisbrandmeister Walfried Fröhr kann auf eine verdienstvolle Zeit in der Kreisbrandinspektion zurückblicken. In mehr als 45 Jahren, davon mehr als 22 Jahre als Kreisbrandmeister, zeigte er herausragende Dienste um das Feuerwehrwesen im Landkreis Schweinfurt. Durch sein ausgleichendes Wesen sowie seine unaufgeregte und hocheffiziente Arbeitsweise war Walfried Fröhr in jeder Hinsicht eine Bereicherung für die Kreisbrandinspektion“, betonte Landrat Florian Töpper bei der offiziellen Verabschiedung im Landratsamt. Auch Kreisbrandrat (KBR) Holger Strunk und Kreisbrandinspektor Reinhold Achatz dankten Fröhr für seinen außerordentlichen Einsatz. Als kleine Überraschung und vor allem als Zeichen der Würdigung wurde Fröhr im Beisein seiner Frau von Landrat Töpper zum Ehrenkreisbrandmeister ernannt.
Angefangen hat alles 1974 mit dem Eintritt in die Freiwillige Feuerwehr Schwanfeld.
Dort übernahm Fröhr schnell Führungspositionen und war beispielsweise ab 1988 bis 2007 1. Kommandant. 1998 wurde Fröhr zum Kreisbrandmeister eines Teilbereiches des Inspektionsbereiches West ernannt. Hierzu zählen die Gemeinden Bergrheinfeld, Waigolshausen, Wipfeld und Schwanfeld sowie die dazugehörigen Ortsteile Garstadt, Hergolshausen und Theilheim. Zwei Jahre später war er verantwortlich für die Notfallstation im Landkreis Schweinfurt und führte hier diverse Übungen durch. Ab 2006, als stellvertretender Leiter des Gefahrgutzuges, war Fröhr bei der Erstellung des ABC-Konzeptes für Unterfranken durch die Regierung aktiv eingebunden. Die Buchstaben ABC stehen hierbei für (A) atomare, (B) bakterielle und (C) chemische Gefahr.
Als Zeichen seiner hohen Verdienste wurde ihm 2010 durch den Landesfeuerwehrverband Bayern das Feuerwehrehrenzeichen in Silber vom damaligen KBR Georg Vollmuth überreicht.
Fröhrs Nachfolger als KBM ist seit dem 1. November 2020 Daniel Krückel aus Bergrheinfeld. Er ist für die Feuerwehr Bergrheinfeld im Einsatz und zuständig für den Einsatzabschnitt „Dekontamination“ des Gefahrgutzuges des Landkreises Schweinfurt. Als Nachfolger übernimmt Krückel auch die stellvertretende Leitung des Gefahrgutzugs.
Landrat Töpper freute sich über diese gelungene Nachfolge und überreichte Daniel Krückel nun offiziell die Ernennungsurkunde. Krückel ist als einer von insgesamt vier Kreisbrandmeistern dem Inspektionsbereich West – Land 2 zugeordnet. In seinen Zuständigkeitsbereich fallen wiederrum die Gemeinden Bergrheinfeld, Waigolshausen, Wipfeld und Schwanfeld sowie die dazugehörigen Ortsteile Garstadt, Hergolshausen und Theilheim.
Zum Hintergrund:
Die Kreisbrandinspektion im Landkreis Schweinfurt gewährleistet die fachliche Dienstaufsicht der Feuerwehren im Landkreis. Als Kreisbrandrat leitet Holger Strunk die Kreisbrandinspektion. Er wird dabei von Kreisbrandinspektoren und Kreisbrandmeistern unterstützt.
Diese sind den insgesamt drei Inspektionsbereichen im Landkreis Schweinfurt zugeordnet: West, Süd und Nord. Für die jeweiligen Inspektionsbereiche ist ein Kreisbrandinspektor zuständig. Zusätzlich gliedert sich der Bereich nochmals in je vier Kreisbrandmeisterbezirke.
