Sonntag, 30 November 2008 00:00

Lehrgang zum Truppführer erfolgreich beendet

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SCHWEINFURT-LAND (HOF) Die Ausbildung zum Truppführer absolvierten 36 Feuerwehrleute in zwei parallel laufenden Lehrgängen im Ausbildungszentrum der Kreisbrandinspektion in Niederwerrn.

Theorie und Praxis des Feuerlöschwesens und der technischen Hilfeleistung standen während der 40 Stunden auf ihrem Programm, in das sie Kreisbrandinspektor Peter Hauke und sein Ausbilderteam mit den Kreisbrandmeistern Walfried Fröhr, Hubert Lutz, Holger Strunk und Horst Klopf unterwiesen. Bei der Zeugnisübergabe nach der schriftlichen Prüfung betonte Hauke, dass dieser Lehrgang auf das "tägliche Geschäft" der Feuerwehr vorbereiten soll. In der heutigen Zeit sei die Feuerwehr "Mädchen für alles".

Er verwies auf die zunehmende Bandbreite der Aufgabengebiete und Einsätze. Diese umfasse neben dem "Alltagsgeschäft" wie Brände und Unfälle auch besondere Einsätze, wie beispielsweise die Aufräumungsarbeiten nach dem Sturmtief "Emma". Hier seien die Feuerwehren immer in vorderster Front. Um dem Ganzen gewachsen zu sein, sei eine intensive Ausbildung erforderlich. Nur durch richtiges Verhalten an der Unglücks- oder Brand stelle könnten die anfallenden Einsätze bewältigt werden und die Einsatzkräfte gesund zurückkehren. Er appellierte an die frisch gebackenen Truppführer, das erworbene Wissen weiterzugeben und selbst bereit zu sein, sich weiter fortzubilden.

Den Lehrgang zum Truppführer erfolgreich absolviert haben: Lehrgang I (Montag/Mittwoch) mit Kevin Fotr, Katharina Reuß, Michael Baul, Daniel Geißel, Robert Braun (Zeilitzheim); Michael Webert, Michelle Milosz, Markus Wettering (Niederwerrn); Timo Speth, Andreas Berg, Mario Bayer (Schwebheim); Marcel Dill, Christopher Hering, Julian Bernhardt, Christian Ganzinger (Gochsheim);Matthias Hein (Röthlein); Matthias Mauder (Waigolshausen); Florian Finster, Christian Böhnlein (Donnersdorf). Lehrgang II (Dienstag/Donnerstag) mit Jochen Mauder, Alexander Friedrich, Harald Friedrich (Wasserlosen); Hannes Wetzel, Johanna Glückert (Zell); Michael Negwer, Thomas Craßer (Niederwerrn); Ansgar Graser (Üchtelhausen); Martin Capek (Werkfeuerwehr SGA Gerolzhofen); Hartmut Ott, Florian Liszka (Löffelsterz); Florian Dereser, André Höchemer (Ettleben); Matthias Krüger, Andreas Vogel (Donnersdorf); Frederik Hart (Werneck); Markus Halbig (Hoppachshof).

Die Deutsche Gesetzliche Unfallversicherung (DGUV), Abteilung Sicherheit und Gesundheit weist in einem Schreiben vom 23.09.2008 auf eine Änderung der DIN 14811 hin, die auch die wiederkehrende Prüfung von Feuerwehr-Druckschläuchen regelt.

Die DGUV schreibt:

Wiederkehrende Prüfung von Feuerwehr-Druckschläuchen nach DIN 14811:2008-01
611.49 GUV-G 9102

Sehr geehrte Damen und Herren,

die Normenreihe DIN 14811 wurde vollständig überarbeitet. Dies war notwendig, um den technischen Inhalt den veränderten Gegebenheiten anzupassen. Hierbei wurden auch Änderungen im Bereich der Anforderungen an Feuerlöschkreiselpumpen berücksichtigt. Mit der Überarbeitung wurden u.a.:

  • die bisherigen Normenteile zusammengefasst,
  • Schläuche entsprechend ihrer Konstruktion in drei Schlauchklassen aufgeteilt,
  • die zulässige Farbgebung erweitert (was sich bei entsprechender Farbwahl positiv auf die Erkennbarkeit von Schlauchleitungen an Einsatzstellen auswirken kann),
  • die Leistungsanfoderungen an den fertigen Schlauch an Festlegungen in europäischen Feuerlöschpumpennormen angepasst.

Aus den geänderten Anforderungen an die Grenz- und Schließdrücke von Feuerlöschkreiselpumpen, die bei Pumpen mit Nennförderdrücken bei 17 bzw. 10 bis 17 bar liegen, ergaben sich zwangsläufig auch höhere Anforderungen an die zu verwendenden Feuerlöschschläuche. Diese müssen den möglichen Drücken Stand halten.

Gem. § 31 UVV „Feuerwehren“ (GUV-V C53) sind die Druckschläuche regelmäßig zu prüfen. Art, Zeitpunkt, Umfang und Durchführung der Prüfungen sind aus den „Prüfgrundsätzen für Ausrüstung und Geräte der Feuerwehr“ (GUV-G 9102) ersichtlich. Die Prüfgrundsätze werden um den Abschnitt 10.2 ergänzt. Der neue Abschnitt 10 der Prüfgrundsätze ist als Anlage beigefügt.

Da die Aktualisierung zunächst nur in der Onlineversion der GUV-G 9102 erfolgt, bitten wir Sie, Ihre Mitglieder entsprechend hierüber zu informieren.

Eine Liste der durch die Zentralprüfstelle für Feuerlöschschläuche gem. DIN 14811:2008-01 zugelassenen Schläuche finden Sie unter „Zentralprüfstelle“ auf der Homepage der Niedersächsischen Landesfeuerwehrschulen: www.feuerwehrschulen.niedersachsen.de.

Mit freundlichen Grüßen

in Vertretung
Manfred Rentrop

Am Freitag, den 07.11.2008 wurde im Ausbildungszentrum Niederwerrn eine Weiterbildungsveranstaltung für die zehn Feuerwehren durchgeführt, die mit Mobilen Sirenenanlagen ausgestattet sind. Ein Vertreter der Feuerwehr der Stadt Schweinfurt nahm ebenfalls teil, da zukünftig bei Bedarf ein Zusammenwirken von Kräften aus Landkreis und Stadt im Bereich „Warnung der Bevölkerung mittels Warnfahrzeugen“ erfolgt. Um im Einsatzfall schnellstmöglich geeignete Warndurchsagen einheitlich durchgeben zu können, wurden im Vorfeld durch die Kreisbrandinspektion solche Warndurchsagen festgelegt. Diese stehen nunmehr allen Kräften zur Verfügung und können mittels ausgeteiltem MP3-Player oder von CD abgespielt werden. Der Feuerwehrkamerad Hartmut Schumm und Bernd Reichert haben hierzu die technischen Voraussetzungen geschaffen und wiesen die Kräfte ein.

Im Anschluss wurde eine Warnübung durchgeführt. Fiktiv wurde angenommen, dass auf der Autobahn A 71 ein Massenunfall erfolgt ist und daher eine Rauchwolke die Ortschaft Oberwerrn gefährdet. Eine Abschnittsleitung „Warnen“ wurde aktiv, wobei KBM Hubert Lutz als Abschnittsleiter fungierte. Unterstützt wurde der Abschnittsleiter von der UGÖEL, die unter anderem den Funkverkehrskreis zur Verfügung stellte und als Ansprechpartner im Funkbetrieb agierte. Acht Feuerwehren führten dann fiktiv sowohl die Warnungen als auch die Entwarnung durch.

Bei der abschließenden Besprechung erfolgte eine Auswertung der Übung. Einige wichtige Erkenntnisse wurden gewonnen. Die Kreisbrandinspektion ist derzeit damit befasst, das Konzept zu verbessern. Einig war man sich, dass hier weiterhin Bedarf besteht, Übungen durchzuführen.

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