Dienstag, 05 August 2014 09:45

Einsatznachbearbeitung im Landkreis Schweinfurt ab sofort mit EMS

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Für alle Einsätze einer Feuerwehr muss der jeweilige Kommandant einen Einsatzbericht verfassen, der durch die Erstellung entsprechender Statistiken die Einsatzmittelplanung erleichtert und von den Gemeinden als Grundlage zur Verrechnung von abrechnungsfähigen Einsätzen verwendet wird. Diese Einsatzberichte wurden früher handschriftlich auf Papier oder mit vorgefertigten Formularen (PDF) angefertigt, seit Mitte 2013 dann mithilfe der Verwaltungssoftware ELDIS erstellt, die bereits eine papierlose, d.h. umweltschonende Berichterstattung ermöglichte.

Aufgrund von technischen Problemen und des Einsatzes von immer mehr mobilen Endgeräten (Handys, Tablets etc.) wurde dann entschieden, eine möglichst von Betriebssystem und Drittanbietersoftware unabhängige Version zu schaffen,  die bereits seit längerem in der Entwicklung befindliche Software ELDIS-Management Suite, kurz EMS. Diese wurde nun nach letzten Optimierungen installiert und ersetzt ab sofort die bisherige ELDIS Verwaltungssoftware. Berichtersteller wie z.B. Kommandanten einer Feuerwehr können die bereits von den integrierten Leitstellen (ILS) angelegten Einsatzberichte bequem online ergänzen, fertigstellen und unterschreiben. Im Gegensatz zu ELDIS ist dies mit EMSaber nun nicht mehr nur unter Windows am PC sondern auch auf andern Betriebssystemen (Mac OS-X, Linux) und vor allem an diversen mobilen Endgeräten wie Tablets oder Mobiltelefonen möglich.

Dies bedeutet für alle Beteiligten eine deutliche Arbeitserleichterung – insbesondere wenn es um Übersichtlichkeit und statistische Auswertung auf Landkreis-, Bezirks- oder Landesebene geht, da es keine Wartezeiten (Abgabe ausgedruckter Einsatzberichte) mehr gibt und jederzeit ein tagesaktueller Zwischenstand erzeugt werden kann.

Der Landkreis Schweinfurt ist damit neben den an der Entwicklung beteiligten Leitstellenbereichen unter den ersten Landkreisen Unterfrankens, die das neue System produktiv nutzen. Einführungsveranstaltungen fanden bereits Ende Mai und Anfang Juni statt und die Freischaltung der Benutzer für das aktuelle System erfolgte zum 1. August. Für die Berichterstatter gibt es eine in ganz Bayern einheitliche Kurzanleitung, die beim Einstieg helfen soll.

Weitere Informationen entnehmen Sie bitte der Website des Kreisfeuerwehrverbandes Schweinfurt unter à Einsatznachbearbeitung.

Weitere Informationen

Fragen zu diesem Artikel oder zur Einsatznachbearbeitung im Landkreis Schweinfurt beantworten die EDV-Fachberater der Kreisbrandinspektion:

·         Klaus Kurre, Fach-KBM EDV

·         Alexander Schraud, Fachberater EDV

Freitag, 01 August 2014 18:51

UG-ÖEL des Landkreises Schweinfurt unter neuer Leitung

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Landkreis Schweinfurt – Seit heute dem 01.08.2014 wurde durch das Landratsamt Schweinfurt die neuen Leiter der UG-ÖEL des Landkreises Schweinfurt berufen. Der ehemalige Leiter Jens Reuss ist aus beruflichen Gründen aus der Leitung zurück getreten. An seine Stelle wurde als neuer Leiter Claudio Vierheilig (Feuerwehr Brebersdorf) berufen, der bis heute als Stellvertreter der UG-ÖEL tätig war. Der neue stellvertretende Leiter der UG-ÖEL wird seit heute Florian Zippel (Feuerwehr Grafenrheinfeld).

 

Wir wünschen der neuen Leitung allzeit ein glückliches Händchen bei seinen Entscheidungen.

 

 

Von rechts: Florian Zippel (stv. Leiter UG-ÖEL), Claudio Vierheilig (Leiter UG-ÖEL), Christoph Steger (Leiter KomFü), Jan Dressler (stv. Leiter KomFü)

Mittwoch, 30 Juli 2014 09:53

200.000 Liter Wasser im Keller eines Einfamilienhauses

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Die Freiwillige Feuerwehr Herdecke pumpte am Samstag ca. 200.000 Liter Wasser aus dem Keller eines Einfamilienhauses. Das Wasser stand fast zwei Meter Hoch und lief bei Eintreffen der Feuerwehr zunächst noch weiter. Ersten Schätzungen der Feuerwehr nach beläuft sich der Sachschaden auf ca. 50.000 Euro.

Gegen 8:00 Uhr wurde der im Urlaub befindliche Hauseigentümer auf eine Störung der Alarmanlage hingewiesen. Er verständigte einen ihm bekannten Techniker für die Anlage, der den Keller bereits bis auf Höhe der Türstürze mit Wasser gefüllt vor fand.Die gegen 8:35 Uhr herbeigerufene Feuerwehr forderte sofort den Wasser- und Stromversorger nach. Bis zum Abschiebern der Wasserleitung zum Gebäude strömten große Mengen in den Keller nach. Zur Vorsicht wurde auch die Gaszufuhr unterbrochen.

Zunächst konnte der Keller nicht ausgepumpt werden, da auch der Hausanschluss der elektrischen Anlage unter Wasser stand. "In einem solchen Fall besteht im Keller Lebensgefahr!", erklärte ein Elektriker unter den freiwilligen Feuerwehrleuten. "Die Sicherung im Schaltkasten an der Straße kann in einem solchen Fall nicht abschalten. Das Wasser steht dann dauerhaft unter Spannung!" Die drohende Gefahr stellte sich während des Einsatzes eindrucksvoll dar, als die Einsatzkräfte die Tür zum Hausanschlussraum öffneten und ihnen kochendes Wasser und große Mengen Wasserdampf entgegen kamen. Der Verteilungskasten war zudem durch die extremen Temperaturen unter Wasser geschmolzen.

Nachdem der zuständige Energieversorger das bestätigte, dass das Gebäude spannungsfrei war, setzten die Einsatzkräfte zwei Tauchpumpen, eine leistungsstarke Schmutzwasserpumpe und die große, fest eingebaute Pumpe eines Löschfahrzeuges ein, um die Wassermassen aus dem Keller zu pumpen. Während des Pumpvorganges brach durch den immensen Druck infolge des ungleich hohen Wasserstandes in den Räumen eine Stahltür aus der Wand.

Nach ca. zwei Stunden Pumpeneinsatz war der Keller vom Wasser befreit und das gesamte Schadensausmaß wurde ersichtlich Der Wasserversorger stellte einen gerissenen Wasserfilter direkt hinter der Einspeisung als Ursache fest. Neben der Freiwilligen Feuerwehr Herdecke, die mit fünf Fahrzeugen bis 12:30 Uhr im Einsatz war, erschien auch die Polizei an der Einsatzstelle.

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