KFV Verband Allgemein (932)
Feuerwehrstatistik 2013 für Unterfranken – Einsätze weiterhin auf hohem Niveau
geschrieben von m.k.
Würzburg (ruf) – Rund 26.900 Einsätze (genau: 26.897; Vorjahre 2012: 25.984, 2011: 26.005) waren im Jahr 2013 von den 991 Freiwilligen Feuerwehren, den 31 Betriebs- und Werkfeuerwehren sowie der Berufsfeuerwehr Würzburg in Unterfranken zu leisten. Nach den annähernd konstanten Einsatzzahlen der Vorjahre ist in 2013 eine Steigerung von etwa 1.000 Einsätzen zu verzeichnen. Erfreulich ist der (erneute) Rückgang der Brandeinsätze im Vergleich zum Vorjahr um 189 auf 1.959 Einsätze (- 9,6%). Etwas gefallen ist im Jahr 2013 auch die Anzahl der technischen Hilfeleistungen um 361 auf 11.300 Einsätze. (-3,2%)
Im Rahmen der technischen Hilfeleistungen mussten die unterfränkischen Feuerwehren 899-mal wegen Unfällen auf der Straße und 1.440 mal wegen Ölspuren bzw. Öl auf der Fahrbahn und 724 Mal zu Türöffnungen ausrücken. Tierunfälle und Insekten machten 705 Einsätze aus.
Besonders zu nennen ist die große Anzahl an Einsätzen aufgrund von Wettereinflüssen. So wurden im „Hochwasserjahr“ 2013, 492 Einsätze wegen Überschwemmung, 272 Wasserschäden und 939 Sturmschäden abgearbeitet. Hier waren in Unterfranken rund 2.000 Helfer über viele Tage hinweg unermüdlich im Einsatz um in den Überschwemmungsgebieten zu helfen. Zusätzlich waren rund 2000 Kräfte aller Hilfsorganisationen (darunter rund 500 Feuerwehreinsatzkräfte) im Rahmen der Katastrophenhilfe auch bezirksübergreifend in Passau und Barby im Einsatz. Ein beträchtlicher Anteil der Gesamteinsätze mit über 10.000 Einsätzen entfällt auf Sicherheitswachen bei öffentlichen Veranstaltungen, aber auch Werk interne Wachen z.B. bei brandgefährlichen Arbeiten in Industriebetrieben.
Insgesamt 39.213 Einsatzkräfte waren 2013 in allen Feuerwehrbereichen in Unterfranken aktiv. Auf die 991 Freiwilligen Feuerwehren Unterfrankens entfallen dabei insgesamt 37.893 (Vorjahr: 37.832) Feuerwehrdienstleistende. Davon sind 3.536 (Vorjahr: 3.506) Feuerwehrfrauen. Dies entspricht einem Anteil von 9,0%. Weiter leicht fallend ist die Anzahl der Feuerwehranwärter/innen. Mit 6.969 ist hier erneut eine Verringerung um rund 1 % gegenüber 2012 festzustellen. Die Anzahl der Feuerwehr-Jugendgruppen liegt aktuell bei 779 (Vorjahr: 761). Die Zahl der Atemschutzgeräteträger in den Freiwilligen Feuerwehren verringert sich erneut leicht auf aktuell 7.965 (Vorjahr: 8.182).
Die Anzahl der Fehlalarmierungen im Jahr 2013 blieb nahezu unverändert. Nach 2.415 Fehlalarmierungen im Jahr 2012 betrug die Zahl im Jahr 2013 2.414 Fehlalarme. Fehlalarme belasten die Feuerwehren in der Praxis erheblich.
Ingesamt 897 Personen wurden bei Verkehrsunfällen und anderen technischen Einsatzlagen gerettet (Vorjahr: 796 Personen). Bei Bränden wurden 186 Personen gerettet (Vorjahr: 101). 77 Menschen (6 bei Brandeinsätzen und 71 bei technischen Hilfeleistungen) konnten die Feuerwehren nicht mehr helfen (Vorjahr: 13 bei Brandeinsätzen und 93 bei technischen Hilfeleistungen). Die Anzahl der „Brandopfer“ ist damit um die Hälfte gesunken; die Anzahl der übrigen Opfer auch leicht zurückgegangen. Die Zahl der verletzten Feuerwehrdienstleistenden betrug im vergangenen Jahr 29 (Vorjahr: 30).
Bei den 2.495 Einsätzen der First Responder, einer Rettungseinheit der Feuerwehren, konnten im vergangenen Jahr 1.902 Personen (Vorjahr: 1821) gerettet werden; für 80 Personen (Vorjahr: 70) war keine Rettung mehr möglich. Durch First Responder-Einheiten wird die Zeit ohne gezielte Hilfe zwischen Alarmierung und Eintreffen des Rettungsdienstes wesentlich verkürzt.
„Alle diese Zahlen verdeutlichen, dass unsere Feuerwehrangehörigen mit großem Mut und oft unter Einsatz ihres Lebens ihren selbstlosen Dienst an unserer Gemeinschaft leisten. Dafür gebührt ihnen – wie jüngst auch bei der Bewältigung der Hochwasserereignisse – unser aller Dank. Glücklicherweise war nach den Jahren 2003 bis 2012 auch im Jahr 2013 kein einsatzbedingter Todesfall unter den Feuerwehrangehörigen in Unterfranken zu beklagen“, kommentierte Regierungspräsident Dr. Paul Beinhofer die aktuelle Feuerwehrstatistik. Der Regierungspräsident hofft zuversichtlich, dass sich auch künftig zahlreiche Mitbürgerinnen und Mitbürger in den Freiwilligen Feuerwehren engagieren. Sein Appell richtet sich insbesondere auch an die junge Generation, die durch den Einsatz in den örtlichen Feuerwehren einen wichtigen ehrenamtlichen Einsatz leistet.
Weitere Informationen zur Stärke und Ausrüstung sowie zu den Einsätzen der Feuerwehren in Unterfranken und Bayern Sie auf der Internetseite des Bayerischen Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr. Zur Vorjahresstatistik 2012 verweisen wir ergänzend auf unsere Pressemitteilung Nr. 198 vom 24. Juni 2013, die nach wie vor im Internetauftritt der Regierung von Unterfranken abrufbar ist.
Schaeffler-Jugend-Cup Die Chance für die Jugendfeuerwehren
geschrieben von m.k.
Am 28. und 29. Juni 2014 findet das 6. Rotarian Rowdy River Raft Race – das wohl größte Schlauchbootrennen Deutschlands - in Schweinfurt statt.
Die Schaeffler Ausbildung Schweinfurt organisiert in diesem Rahmen einen speziellen Jugend-Cup für Teilnehmer zwischen 12 und 18 Jahren – also perfekt für die Jugendfeuerwehren!
JETZT ANMELDEN unter:
http://raftrace.wordpress.com/jugend-cup/
Wir warten auf eure Anmeldung bis spätestens 23.06.2014
Treffpunkte der Rettungskette Forst im Landkreis Schweinfurt
geschrieben von m.k.
Waldarbeit ist trotz aller Fortschritte beim Arbeitsschutz eine äußerst gefährliche Tätigkeit. Bei forstlichen Arbeiten kommt es in Bayern zu mehreren tausend Unfällen pro Jahr. Die Unfälle sind nicht selten schwerwiegend und erfordern schnellste notärztliche Versorgung. Da sich diese Unfälle in der Regel in wenig erschlossenen Gebieten ereignen und diese Orte in einer Notfallsituation verbal oft schwer zu beschreiben sind, finden Rettungskräfte den Unfallort häufig nicht selbständig. In den überwiegenden Fällen ist es notwendig, die Rettungskräfte durch Dritte zum Unfallort zu führen.
Dazu sind eindeutige Treffpunkte für Kontaktperson und Rettungsdienst sehr wichtig. Die Festlegung und Bekanntgabe der Rettungstreffpunkte ist wesentlicher Bestandteil der Rettungskette Forst.
Die Bayerische Forstverwaltung startet im Juni 2013 mit der bayenweiten Erfassung von Rettungstreffpunkten für private und körperschaftliche Waldbesitzer und ergänzt dadurch die bereits festgelegten Rettungstreffpunkte für den Staatswald. Das Konzept der Rettungskette Forst basiert auf der regional etablierten und bewährten „Rettungskette Forst Odenwald-Spessart“.
„Historische“ Entwicklung einer Idee
Im bayerischen Staatswald entstand ein System fester Rettungstreffpunkte schon in den 1990er Jahren. Neben einem eindeutigen Treffpunkt mit dem Rettungsdienst spielte damals auch der schnellste Weg zu einem Festnetz-Telefon eine große Rolle. Teilweise wurde das Konzept auch im Großprivatwald und im Körperschaftswald angewendet. Eine umfassende Veröffentlichung des rein betriebsinternen Rettungssystems fand aber nicht statt. Für Außenstehende (z.B. Freizeitsportler, Erholungssuchende, Jäger) waren die betriebsinternen Vorkehrungen nicht nutzbar.
Die Beschreibung der Rettungstreffpunkte erfolgte unkoordiniert und ohne einheitliche, verbindliche Standards. Im Lauf der Jahre führte dies zu einem Nebeneinander verschiedener Systemvarianten und zu unterschiedlichen Bezeichnungen, was die Arbeit der Integrierten Leitstellen (ehemals Rettungsleitstellen) schwierig machte.
Diese Probleme fanden im Landkreis Miltenberg Eingang in ein flächendeckendes, waldbesitzartenübergreifendes Rettungssystem, die „Rettungskette Forst Odenwald-Spessart“. In enger Zusammenarbeit von Bayerischer Forstverwaltung, Waldbesitz und Rettungsdienst wurde in dieser Region ein einheitliches System von Rettungstreffpunkten etabliert, das sich über viele Jahre bewährt hat.
In Kooperation mit dem Bayerischen Staatsministerium des Innern wird bis 2014 ein entsprechendes bayernweit einheitliches System fester Rettungstreffpunkte von der Bayerischen Forstverwaltung aufgebaut.
