KFV Topnews (112)
Frankenwinheim / Brünnstadt – Mit einer perfekten ausgearbeiteten und geplanten Übung wurde am 29.09.2014 um 18:36 Uhr eine geheime Alarmübung für die Feuerwehr Brünnstadt durch die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt ausgelöst. Mit der Alarmdurchsage „Brand unklare Rauchentwicklung aus dem Gebäude der alten Raiffeisenbank“ setzte sich eine realistische Übung in Gang. Bereits vor dem Eintreffen der Feuerwehr Brünnstadt drang dichter Rauch aus dem Dachstuhl und verzweifelte Menschenschreie waren aus dem verrauchten Gebäude zu hören. Beim Eintreffen und nach der Erkundung durch den Kommandanten der Feuerwehr Brünnstadt entschied sich der Einsatzleiter Mario Niedermeyer von der Feuerwehr Brünnstadt, weitere Feuerwehren nachalarmieren zu lassen. Somit wurden im weiteren Übungsverlauf die Feuerwehren Herlheim, Frankenwinheim, Zeilitzheim und Gerolzhofen durch die ILS Schweinfurt alarmiert.
Bei dieser Alarmübung überzeugten und bewiesen wieder einmal mehr die Feuerwehren, dass diese an Schnelligkeit kaum übertroffen werden können. Nach nur wenigen Minuten nach dem Eintreffen der Feuerwehr aus Brünnstadt wurde ein kompletter Löschangriff zur Außenbrandbekämpfung aufgebaut und es konnte der Befehl „Wasser marsch“ gegeben werden. Ebenfalls wurde die Menschenrettung unter schweren Atemschutz in einem reibungslosen Ablauf vollzogen, obwohl der Stress und die Anspannung der Einsatzkräfte trotz Alarmübung deutlich zu spüren war.
Lobende Worte bei der Nachbesprechung gab es vor allem von den Übungsbeobachtern Herrn Kreisbrandmeister (KBM) Alexander Bönig, Herrn Kreisbrandmeister (KBM) Stefan Hauck und André Schirmer 1. Kommandant von der Feuerwehr Unterspiesheim die auch die Übung geplant hatten. Des Weiteren wurde die Übung durch den 1. Bürgermeister der Gemeinde Frankenwinheim Herr Herbert Fröhlich als Zuschauer mit beobachtet. Auch er lobte die schnelle Arbeit der Feuerwehren unter diesen Umständen.
Ein besonderes Dankeschön galt dem Bayerischen Roten Kreuz (BRK) Kreisverband Schweinfurt die die realistische Unfalldarstellung mit künstlichen Blut und Schminke übernommen haben. Ebenso bedankte sich Herr Kreisbrandmeister (KBM) Alexander Bönig im Namen aller Übungsbeteiligten bei der Raiffeisenbank, die das Objekt für diese Übung zur Verfügung gestellt hatten.
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Neues Einsatzfahrzeug für die Feuerwehr Marktsteinach
geschrieben von m.k.
Schonungen / Marktsteinach – Am 27.09.2014 wurde das neue Einsatzfahrzeug TSF-W der Feuerwehr Marktsteinach offiziell gesegnet und in den Dienst gestellt. An lässig der Fahrzeugsegnung wurde in der Pfarrei St. Bartholomäus Marktsteinach ein Festgottesdienst abgehalten, für den sogar Pfarrer Andreas Heck seinen Urlaub unterbrochen hat. Zahlreiche Gäste und Bürger haben es sich nicht nehmen lassen, an dem ehrenvollen Moment für die Feuerwehr und der Gemeinde dabei sein zu dürfen.
Kreisbrandmeister (KBM) und Kommandant der Feuerwehr Marktsteinach Horst Klopf bedankte sich in seiner Rede vor allem bei der Gemeinde Schonungen und der Inspektion des Kreisfeuerwehrverbands (KFV) Schweinfurt, für die Beschaffung des neuen Fahrzeuges. Nach 33 Jahren konnte 2010 mit der Beschaffung des Tragkraftspritzenfahrzeugs – Wasser (TSF-W) begonnen werden, dass dann 2013 bestellt wurde. Die Abholung des Fahrzeuges in Ulm wurde dann am 08. September 2014 vollzogen. Das neue Einsatzfahrzeug stellt für die Gemeinde Schonungen und den Gemeindeteil Marktsteinach einen deutlichen Mehrwert dar, da es mit 800l Wasser, Atemschutzgeräten, Löschschaum und Beleuchtungsmaterial bestückt wurde. Des Weiteren wurde eine Wärmebildkamera (WBK) aus diversen Spenden für das neue Fahrzeug mit finanziert. Hier ließ es sich der zuständige Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Höhn aus Marktsteinach nicht nehmen und überreichte zum feierlichen Anlass einen privaten Scheck für die Wärmebildkamera.
Der 1. Bürgermeister der Gemeinde Schonungen Stefan Rottmann betonte in seiner Rede, dass es ein stolzer Moment für die Gemeinde ist, das Fahrzeug der Feuerwehr Marktsteinach überreichen zu dürfen. In vielen Diskussionen mit dem Gemeinderat wurde 2013 das 111.000 € teure Fahrzeug bestellt. Ebenso erklärte Herr Stefan Rottmann, dass nicht mehr die Brandeinsätze das Hauptaufgabengebiet für die Feuerwehren in vergangener Zeit sind, sondern es zu vielmehr Technischen Hilfeleistungen und Unwettereinsätzen kommt. Jedoch ist die Feuerwehr auch hier mit dem neuen Feuerwehrfahrzeug bestens darauf vorbereitet.
Herr Kreisbrandrat (KBR) Holger Strunk bedankte sich insbesondere bei der Feuerwehr Marktsteinach für die ehrenamtliche Bereitschaft von derzeit ca. 60 Aktiven Feuerwehrfrauen und Männer und 24 Jugendliche der Feuerwehr Marktsteinach. Insbesondere kann hier mit der Neuanschaffung des Fahrzeuges der Brandschutz weiter in der Gemeinde ausgebaut werden. Natürlich wünschte er den aktiven Floriansjüngern aus Marktsteinach, das Sie von allen Einsätzen und Übungen unbeschadet zurückkommen mögen.
Kreisbrandinspektor (KBI) Peter Höhn freute sich insbesondere auf diesen Moment da die Feuerwehr Marktsteinach seine Heimatfeuerwehr ist. Als Kreisausbilder für Atemschutz verkündete Herr KBI Peter Höhn, dass er bereits 11 Atemschutzzeugnisse an aktive Mitglieder der Feuerwehr Marktsteinach überreichen durfte, die im Vorfeld den Atemschutzlehrgang mit Erfolg bestanden haben. Ferner bedankte sich Herr Peter Höhn beim Kreisbrandrat (KBR) Holger Strunk, für den reibungslosen Ablauf und der Unterstützung der Inspektion bei der Beschaffung des Fahrzeuges.
Zum feierlichen Moment der Fahrzeugweihe ist auch die Partnerfeuerwehr Hägglingen aus der Schweiz (Schweizer Kanton Aargau) erschienen um die Glückwünsche inkl. Geschenke zu überbringen.
Nicht nur das Fahrzeug erhielt an diesem Tag „Gottes Segen“, sondern auch die neu restaurierte Feuerwehrfahne der Feuerwehr Marktsteinach wurde an diesem Tag durch Herrn Pfarrer Andreas Heck neu geweiht.
Die gesamte Kreisbrandinspektion schließt sich hier den Worten des Kreisbrandrates an und wünscht der Feuerwehr Marktsteinach steht’s ein gesundes nach Hause kommen.
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Bayerische Feuerwehren verzeichnen steigende Einsatzzahlen
geschrieben von m.k.
Über 20.000 Menschen bei 285.000 Einsätzen das Leben gerettet - Waren es vor zehn Jahren jährlich noch rund 190.000 Einsätze, so leisteten die bayerischen Feuerwehren im letzten Jahr insgesamt über 285.000 Einsätze. „Allein beim Hochwasser 2013 wurde in 21 Landkreisen Katastrophenalarm ausgelöst. Dabei leisteten über 3 Wochen hinweg rund 78.000 ehrenamtliche Feuerwehrmänner und -frauen an 24.900 Einsatzstellen über 930.000 ehrenamtliche Einsatzstunden. Das war der flächenmäßig größte Einsatz in der Geschichte der Bayerischen Feuerwehren!“, so Alfons Weinzierl, Vorsitzender des Landesfeuerwehrverbandes Bayern. Bei den 285.000 Alarmierungen 2013 sind das täglich fast 800 Einsätze zwischen Aschaffenburg und Passau und zwischen Hof und Lindau.
In Bayern sind 97 Prozent der Feuerwehren Freiwillige Feuerwehren, d.h. mehr als 320.000 ehrenamtliche Feuerwehrleute bei rund 7.700 Freiwilligen Feuerwehren rücken in ihrer Freizeit zu einem Alarm aus. Zur großen Zahl der Freiwilligen Feuerwehren kommen in Bayern noch die sieben Berufsfeuerwehren in den Großstädten Augsburg, Fürth, Ingolstadt, München, Nürnberg, Regensburg und Würzburg. Zu den Aufgaben der Feuerwehren zählt nicht nur das Löschen von Bränden, sondern auch eine immer weiter steigende Anzahl von technischen Hilfeleistungen. Die technische Hilfeleistung umfasst eine große Bandbreite von Aufgaben, wie beispielsweise die Tierrettung, die Bergung von Personen aus Unfallfahrzeugen, der Einsatz mit Gefahrstoffen oder bei Naturkatastrophen.
Zu folgenden Einsätzen wurden die bayerischen Feuerwehren in 2013 insgesamt alarmiert:
Brandeinsätze: ca. 20.100
Technische Hilfeleistung: ca. 141.000, davon First Responder-Einsätze: ca. 16.300
Rettungsdiensteinsätze: ca. 55.000
Freiwillige uns sonstige Hilfeleistung: ca. 5.100
Fehlalarme: ca. 22.000
Sicherheitswachen: ca. 42.500
(Quelle: Bayerisches Staatsministerium des Innern, für Bau und Verkehr)
Allein bei den über 20.000 Brandeinsätzen konnten im vergangenen Jahr durch die Feuerwehren 2.300 Menschen gerettet werden. Im Vergleich dazu gab es über 140.000 technische Hilfeleistungen, bei denen 10.800 Personen bei Verkehrsunfällen auf den bayerischen Straßen geholfen werden konnte. Zu den technischen Hilfeleistungen zählen auch First Responder-Einsätze, das sind Einsätze sanitäts- oder rettungsdienstlich ausgebildeter Feuerwehrleute, die den kurzen Zeitraum bis zum Eintreffen des Notarztes überbrücken und damit die Rettungskette sinnvoll ergänzen können, um dem Patienten schnellstmöglich Hilfe zukommen zu lassen. In Bayern gab es im letzten Jahr über 16.300 First-Responder-Einsätze, bei denen über 7.800 Personen durch die Feuerwehr geholfen werden konnte.
„Es waren über 20.000 Menschen im letzten Jahr, die ohne den Einsatz der bayerischen Feuerwehren vielleicht nicht mehr leben würden. Diese Zahlen sprechen für sich und die Notwendigkeit der finanziellen Unterstützung durch den Freistaat und die Kommunen. Denn nur mit einer optimalen Ausstattung können die Freiwilligen Feuerwehren diese große Zahl an Einsätzen absolvieren. Und eines darf man nicht außer Acht lassen: sie sichern mit ihrer unentgeltlichen Leistung ein ehrenamtliches System, das Leben rettet!“, so Weinzierl weiter.
