KFV Topnews (112)

Vorsitzender Weinzierl und „Feuerwehrminister“ Herrmann eröffnen die Feuerwehraktionswoche 2014. (Bildquelle: Jochen Kümmel/LFV Bayern)Auf der Landesverbandsversammlung des Landesfeuerwehrverbandes Bayern (LFV Bayern) am 20. September 2014 in Bad Kissingen informierte der Vorsitzende Alfons Weinzierl die über 300 Delegierten und Gäste über die umfangreiche Verbandsarbeit. Er machte dabei auch deutlich auf Probleme aufmerksam und leitete daraus klare Forderungen an die Landes- und Bundespolitik ab.

 

Weinzierl kritisierte dabei den Bund, der sich seiner Verantwortung im Katastrophen-schutz entzieht. So wurde der Bund in der Vergangenheitmehrfach aufgefordert, seiner Verpflichtung im Bevölkerungsschutzkonzept entsprechend den eigenen Vorgaben nachzukommen und die dafür erforderlichen Mittel von jährlich 57 Mio. Euro auf der Bundesebene bereit zu stellen.

Theoretisch stehen in Bayern 313 Bund Fahrzeuge wie Löschgruppenfahrzeuge, Schlauchwagen oder Dekontaminationsfahrzeuge zur Verfügung! Davon fehlen in Bayern derzeit jedoch 127 Fahrzeuge. 43 der vorhandenen Löschgruppenfahrzeuge sind 24 Jahre und älter und stehen also kurz vor der Ausmusterung!

Weinzierl: „es hilft den Feuerwehren wenig, wenn die Bundeskanzlerin im August und Bundespräsident Joachim Gauck erst kürzlich bei einer Veranstaltung mit den Ehrenamtlichen der Feuerwehren und der Hilfsorganisation das sicherheitsrelevante Ehrenamt überaus loben, auf der anderen Seite aber diesen Worten keine Taten folgen. Vor dem Hintergrund der geplanten Kürzungen durch den Bund scheinen dies nur leere Worte gewesen zu sein“.

Ein weiteres Hauptaugenmerk richtete Weinzierl auf die Einnahmen aus der Feuerschutzsteuer. Diese Einnahmen dürfen nur zweckgebunden für die Förderung des Brandschutzes eingesetzt werden. Der LFV Bayern forderte hier bereits seit längerer Zeit, dass die Freiwilligen Feuerwehren in Bayern eine höhere Förderung für den Kauf von Fahrzeugen und den Bau von Gerätehäusern erhalten. Besonders finanzschwache Kommunen brauchen mehr Geld vom Staat, um die gestiegenen Kosten für eine moderne Ausstattung der Freiwilligen Feuerwehren bezahlen zu können und nicht an anderen Stellen wie Kindergärten sparen zu müssen. Und das Geld dafür ist da. „Die Rücklagen sind in den letzten Jahren bereits auf 79 Millionen Euro angewachsen.“, so Vorsitzender Weinzierl. Umso mehr freute sich der Vorsitzende, dass mit Innenminister Herrmann ein Konsens über eine deutliche Anpassung der Fördersätze erreicht werden konnte. So wird der Der Freistaat Bayern künftig 6,5 Millionen Euro mehr für die Fahrzeug- und Gerätehausförderung bereitstellen. 

Daneben ist ein Teil der Rücklagen aus der Feuerschutzsteuer für Infrastrukturmaßnahmen an den drei bayerischen Feuerwehrschulen in Regensburg, Geretsried und Würzburg gebunden. Die Mittel sind notwendig, damit der Unterricht den Anforderungen an eine moderne und effiziente Ausbildung gerecht werden kann. So benötigt die Feuerwehrschule in Geretsried dringend eine Übungshalle, deren Bau aber erst nach 2022 geplant ist. Um die optimalen Ausbildung bereits früher zur Verfügung zu stellen, schlägt der LFV Bayern eine „Vorfinanzierung“ aus dem allgemeinen Staatshaushalt vor, die dann aus der Feuerschutzsteuer zurückgezahlt werden würde. Eine Lösung, die der Ausbildung aber auch dem Freistaat Bayern selbst zu Gute kommt. Rechnet man in die zu erwartenden Kosten von ca. 30 Millionen Euro die jährliche Preissteigerung ein, so könnte der Freistaat Bayern durch einen früheren Baubeginn 5 bis 6 Millionen Euro einsparen.

Über 300 Delegierte der bayerischen Feuerwehren kamen in Bad Kissingen zusammen. (Bildquelle: Jochen Kümmel/LFV Bayern)

Es gab auch viel Positives zu berichten: den bayerischen Feuerwehren wird ab 2015 ein mobiler Brandübungscontainer zur Verfügung gestellt, der für die einsatznahe und praktische Ausbildung von Atemschutzgeräteträgern unerlässlich ist. Der Freistaat Bayern finanziert dieses Projekt mit insgesamt 1,2 Millionen Euro und stellt damit vorerst für die nächsten vier Jahre die Ausbildung von über 7.000 Atemschutzgeräteträgern sicher. Im Ausbildungsbereich hob Weinzierl auch die Fortführung des Sondersignal-Fahrtrainers für die Ausbildung der Fahrzeugmaschinisten und ganz neu ab 2015 die Finanzierung einer Minischaumanlage durch die Versicherungskammer Bayern für jeden Kreis- und Stadtfeuerwehrverband hervor.

Auch die Fortführung der Kampagnen zur Mitgliedergewinnung, finanziert durch Mittel des Staatsministeriums des Innern, für Bau und Verkehr, ist gewährleistet. Mit der Kampagne 2015/16 wird der LFV Bayern gezielt um Mädchen und Frauen für die Freiwilligen Feuerwehr werben. Weiter konnte der LFV erreichen, dass jeder Feuerwehrdienstleistende für 40 Jahre aktiven Feuerwehrdienst einen Freiplatz für eine Woche im Feuerwehrerholungsheim in Bayerisch Gmain bekommt.

Freitag, 19 September 2014 09:08

Gefahrgutunfall im Landkreis Schweinfurt

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„Mach Dein Kind stolz. Komm zur Freiwilligen Feuerwehr!“

Übung im Landkreis Schweinfurt: Verkehrsunfall, Gefahrstoffaustritt und zahlreiche Verletzte - Am 16.09.2014 um 17:57 Uhr löste die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt Alarm für die Feuerwehren Rundelshausen und Schleerieth aus. Mit dem Alarmstichwort Verkehrsunfall Öl und Benzin Aufnahme zwischen Rundelshausen und Schleerieth wurde eine unangekündigte Alarmübung der Inspektion in Gang gesetzt. Beim Eintreffen der ersten Einsatzkräfte der Feuerwehren Rundelshausen und Schleerieth stellte sich heraus, dass es sich hierbei um einen Verkehrsunfall mit 2 Fahrzeugen handelt in einem Fahrzeug wurden zwei Personen eingeklemmt das andere Fahrzeug stand in Flammen. Des Weiteren war ein Gefahrgutanhänger mit Schwefelsäure in den Unfall verwickelt. Ebenso waren ca. 7 Verletzte an der realistischen Einsatzübung beteiligt.

 

Bei der Ersterkundung stellte sich schnell heraus, dass einige Feuerwehren mit Gefahrstoffen keine entsprechende Ausrüstung auf den Einsatzfahrzeugen haben, somit wurden weitere Spezialkräfte angefordert. Im Übungsverlauf erfolgten dann Gefahrgutabfragen durch die Integrierte Leitstelle (ILS). Mit der Nachalarmierung der ILS Schweinfurt wurden die Feuerwehren Werneck, Eßleben, Bergrheinfeld, der ABC-Zug Schweinfurt-Land, Eckartshausen, Stettbach, Schnackenwerth, Geldersheim und die UG-ÖEL alarmiert.

 

Mit der Errichtung einer Dekontaminationsstation wurden die Verletzten aus dem eigentlichen Gefahrenbereich gebracht und dem primären Rettungsdienst übergeben. Die Übung dauerte ca. 2 Stunden bevor sie durch die Beobachter der Kreisbrandinspektion beendet wurde.

 

Bei der Übungsnachbesprechung wurde dann nochmal auf die Wichtigkeit der speziellen Einheiten im Landkreis hingewiesen. Besonderer Dank gilt den Übungsverantwortlichen KBR Holger Strunk, KBM Thomas Heffels und Fach-KBM Ralf Weber (Gefahrgut), die diese durch Ihre Planung erst ermöglicht haben. Des Weiteren wurde die Alarmübung durch den stv. Landrat Peter Seifert besucht.

 

Mittwoch, 10 September 2014 10:33

Feuerwehraktionswoche 2014 - Neue Kampagne des LFV Bayern

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Neue Kampagne 2014/15 „Mach Dein Kind stolz. Komm zur Freiwilligen Feuerwehr!“

 

Mehr denn je ist die Tagesalarmverfügbarkeit bei unseren über 7.700 Freiwilligen Feuerwehren in Bayern von größter Wichtigkeit. Sie garantiert uns auch weiterhin, dass die Freiwilligen Feuerwehren in Bayern als einzige Hilfsorganisation innerhalb nur weniger Minuten effizient und kompetent Hilfe leisten kann.

Damit wir von den Feuerwehren den Bürgerinnen und Bürgern auch weiterhin eine sichere Tagesalarmverfügbarkeit gewährleisten können, wurde eine neue Kampagne des Landesfeuerwehrverbandes (LFV) Bayern ins Leben gerufen. Mit dem Motto „Mach Dein Kind stolz. Komm zur Freiwilligen Feuerwehr!“ werben wir für neue Mitglieder.

Es ist keine Selbstverständlichkeit, dass unsere Feuerwehrfrauen und –männer freiwillig tagtäglich ihre kostbare Freizeit zu ihrem normalen Berufs- und Familienleben opfern, um anderen Bürgerinnen und Bürgern in Not zu helfen. Unsere Feuerwehren sind für Notlagen und Katastropheneinsätze an 365 Tagen jeweils 24 Stunden für Sie im Einsatz.

Genauso wichtig ist es aber auch, dass die Arbeitgeber unserer freiwilligen Helferinnen und Helfern die Notwendigkeit ihres Dienstes verstehen und sie zu Einsätzen gerade während der regulären Arbeitszeit freistellen. Hierfür möchten wir uns als Kreisfeuerwehrverband Schweinfurt bei allen Firmen und Arbeitgebern im Landkreis Schweinfurt recht herzlich bedanken.

 

Retten – Löschen – Bergen – Schützen: die vier großen Kernaufgaben unserer Feuerwehren.

Retten– Die Rettung von Menschen und Tieren aus Zwangslagen ist unsere wichtigste Aufgabe. Wir sind rund um die Uhr stets Garant für schnelle und professionelle Hilfe.

Löschen– Vom Kleinbrand eines Papiercontainers über den Dachstuhlbrand eines Wohnhauses bis hin zu Bränden in Industrieanlagen reicht das Einsatzspektrum, das die Feuerwehren heute fordert und für das sie bestens ausgebildet sind.

Bergen– Die Bergung von Sachwerten ist einer der Aufgabenschwerpunkte der Feuerwehren. Dabei geht es zum Beispiel um Unfallfahrzeuge, leck geschlagene Tanks oder auslaufende Gefahrgutstoffe.

Schützen– Die Feuerwehr wird auch vorbeugend tätig, um Schäden zu verhindern oder zumindest zu begrenzen, zum Beispiel bei Hochwasser. Zu den vorbeugenden Maßnahmen zählen auch die Brandschutzerziehung unserer Kinder, die Beratung von Architekten und Bauherren sowie Sicherheitswachen bei Veranstaltungen.

 

In jüngster Vergangenheit bewiesen unsere freiwilligen Feuerwehrfrauen und –männer bei Einsätzen wieder einmal mehr, dass die Feuerwehr Garant für Ihre Sicherheit ist. Mit modernster Technik, den örtlichen Ausbildungen durch die eigene Feuerwehrführung und die Kreisbrandinspektion sowie überörtlichen an den drei Staatlichen Feuerwehrschulen in Würzburg, Regensburg und Geretsried können unsere freiwilligen Helferinnen und Helfern die vier Kernaufgaben zu jeder Tages- und Nachtzeit bewältigen.
 

Einige Beispiele aus der jüngsten Vergangenheit:

11.07.2014 Unwetter mit insgesamt ca. 50 Einsätzen

17.07.2014 Brandeinsatz Firma VEOLIA Bergrheinfeld

04.08.2014 Unwetter mit insgesamt ca. 20 Einsätzen

13.08.2014 Brand eines ausgedehnten Gebäudes in Stadtlauringen

06.09.2014 A7 Kassel - Würzburg Verkehrsunfall mit eingeklemmter Person.

 

Auch Sie wollen Ihren Mitbürgerinnen und Mitbürgern helfen und haben Interesse an einer starken Kameradschaft?

Dann kommen Sie zur Feuerwehr und machen Ihre Kinder stolz.

 

Über die Gemeinde

Kontaktieren Sie Ihre Stadt- bzw. Gemeindeverwaltung, die Ihnen gerne die Kontaktdaten Ihres Ansprechpartners bei der Freiwilligen Feuerwehr vermittelt.

 

Direkt bei der Feuerwehr

Informieren Sie sich am Gerätehaus Ihrer örtlichen Feuerwehr über Ihre Ansprechpartner und deren Erreichbarkeit.

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