Samstag, 08 November 2014 22:15

Feuer in Gerolzhöfer Firma

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Gerolzhofen – Ein Feuer in einem Unternehmen in Gerolzhofen beschäftigte über mehrere Stunden die Feuerwehr, den Rettungsdienst und das THW. Gegen ca. 15:15 Uhr alarmiert die Integrierte Leitstelle (ILS) Schweinfurt die Feuerwehr Gerolzhofen sowie den Rettungsdienst mit dem Einsatzstichwort „Brand Mehlsilo“.

 

 

Nach Eintreffen der ersten Hilfskräfte und nach der Erkundung stellte sich heraus, dass auf einem Silo das mit Mehl befühlt war ein elektrisches Trockengerät in Brand geraten ist. Der Brand konnte jedoch schnell gelöscht werden. Jedoch konnte durch die Einsatzleitung nicht ausgeschlossen werden, dass in das Innere der Mehlsilos Glutrückstände gefallen sind. Somit wurde wegen der Explosionsgefahr die Firma Evakuiert und die angrenzende Staatsstraße für den normalen Durchgangsverkehr komplett gesperrt.

 

 

Da die Situation der beiden ineinander verbauten Silos zwecks der Brandausbreitung unklar war, wurde entschlossen das Silo zu entleeren. Hier wurde eine Spezialfirma beauftragte die das Silo mit einem Spezialfahrzeug entleerte. Das Mehl des Silos wurde auf den benachbarten Wertstoffhof zum Ablöschen gebracht.

 

 

Im weiteren Verlauf des Einsatzes wurden noch die Feuerwehren Alitzheim, Rückshofen und Sulzheim sowie das Technische Hilfswerk Gerolzhofen durch die ILS alarmiert.

 

Verletzt wurde bei dem Einsatz niemand.

 

Weitere Bilder im Einsatzbericht

 

Der Landkreis Schweinfurt hat für verschiedene Feuerwehren überörtlich bereits existierende erforderliche Rettungssätze ersetzt, um sinnvolle Hilfe bei technischen Hilfeleistungseinsätzen zu garantieren.

 

Überlassen wurden diese Gerätschaft am Samstag den 18.10.2014 bei einem kleinen feierlichen Anlass durch Landrat Florian Töpper und Kreisbrandrat Holger Strunk an die FF Stadtlauringen, FF Sennfeld, FF Poppenhausen und FF Gerolzhofen.

 

Diese Rettungssätze, bestehend aus Schere, Spreizer, Aggregat und Rettungszylinder, werden u.a. zum Freischneiden an verunfallten Fahrzeugen eingesetzt oder bei Verkehrsunfällen mit eingeklemmten Personen.

 

Speziell dient die hydraulische Rettungsschere zum Durchtrennen verschiedener Materialien bei einem Verkehrsunfall, beispielsweise beim Abtrennen eines Autodaches.

 

Die immer weiter fortschreitende Verbesserung der passiven Sicherheit im PKW-Bereich bringt durch die in den Fahrzeugen verbauten Materialien und Spezialprofile zusätzliche Probleme für die Feuerwehren mit sich. So sind zum Beispiel die B-Säulenmoderner PKW so stabil gearbeitet, dass Rettungsscheren mit einer maximalen Schneidkraft von über 1,25 MN erforderlich sind. Rettungsscheren dieser Stärke sind wegen ihres hohen Eigengewichts jedoch nicht einfach zu handhaben.

Zudem stellen die immer härter werdenden Karosserieteile (vor allem die Fahrzeugsäulen) die Schneidgeräte vor immer neue Probleme.

Es wurde daher erforderlich, die bisherigen hydraulischen Scheren durch leistungs-stärkere zu ersetzen. Hierbei wurden gleichzeitig nach langjährigem Gebrauch auch die Hydraulik-Schlauchleitungen ersetzt und Monokupplungen eingebaut. Die Kupplungen haben den Vorteil, dass ein schneller Wechsel der Rettungsgeräte im laufenden Betrieb ermöglicht wird.

 

Für die Ertüchtigung der beiden Rettungssätze wurden für die beiden hydraulischen Rettungsscheren 7.200 € und für die Schlauchleitungen und Kupplungen 5.600 € vom Landkreis bezahlt. Hinzu kommen noch die Umbaukosten durch eine Fachwerkstatt  in Höhe von 2.200 €. Die Gesamtkosten der Ertüchtigungsmaßnahme belaufen sich daher auf 15.000 €.

Eine weitere Beschaffungsmaßnahme dient der Ergänzung der Ausstattung des landkreiseigenen Rüstwagens in Stadtlauringen mit einem Abstützsystem.

 

Mit diesem Abstützsystem ist es möglich verunfallte Fahrzeuge zu stabilisieren, wenn diese auf der Seite oder dem Dach liegend vorgefunden werden. Hiermit wird das Kippen oder Rutschen des Fahrzeuges verhindert, so dass Verunfallte schonend befreit werden können. Der Kaufpreis für dieses System beträgt 2.400 €.

Der Landkreis Schweinfurt wird auch weiterhin im überörtlichen Bereich des Brand-schutzes und der Technischen Hilfeleistung seiner Pflichtaufgabe gerecht und den Feuerwehren die notwendige Ausstattung zur Verfügung stellen, um den hohen Leistungs-stand seiner Feuerwehren zu erhalten.

 

Ein besonderer Dank gilt auch der Firma Autohaus Deppisch GmbH und Co. KG aus Werneck die an diesem Tag das Unfallfahrzeug für die Vorführung zur Verfügung stellte.

Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit und zur Information der Bevölkerung wird am Mittwoch, 22.10.2014, um 11.00 Uhr, eine Probealarmierung durchgeführt.

Hierfür werden die Sirenen mit dem Sirenensignal „Warnung der Bevölkerung“, einem einminütigen Heulton, ausgelöst.

Zur Überprüfung der Funktionsfähigkeit werden die Sirenen zweimal jährlich probeweise in Betrieb genommen.

Was ist, unabhängig vom Probealarm, beim Ertönen des Heultons zu tun?

  • Ein Schadensereignis von außergewöhnlichem Maß ist eingetreten oder wird eintreten.
  • Schalten Sie das Radio ein und beachten Sie die Durchsagen.

Folgende Verhaltenstipps sollten im Übrigen bei Gefahren beachtet werden:

  • Achten Sie auf Lautsprecher- und Rundfunkdurchsagen.
  • Rufen Sie Kinder sofort ins Haus! Dann sind Sie unter Aufsicht und können nicht falsch reagieren.
  • Schließen Sie Fenster und Türen! Schalten Sie Klimaanlagen und Lüftungen - auch im Auto – ab.
  • Nehmen Sie Straßenpassanten vorübergehend auf! Fußgänger sollen sofort das nächste Gebäude aufsuchen, Autofahrer bleiben im Auto.
  • Helfen Sie älteren oder behinderten Nachbarn und Passanten.
  • Blockieren Sie keine Verkehrswege! Polizei und Hilfsorganisationen sind auf freie Straßen angewiesen.
  • Erst nach der Entwarnung (Rundfunk-, Lautsprecherdurchsage) können Sie das Gebäude wieder verlassen.
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