KFV Verband Allgemein (932)
Bei Staubildung auf der Autobahn: Rettungsgasse
geschrieben von Weippert RalfBericht der Freiwilligen Feuerwehr Bergrheinfeld
Wie wir leider an diesem Wochenende wieder feststellen mussten, wissen die meisten Autofahrer immer noch nicht, wie sie sich zu verhalten haben, wenn sich auf der Autobahn ein Stau bildet. Hierbei ist es egal, ob der Stau durch einen Unfall oder eine Baustelle entstanden ist.
Die Freiwillige Feuerwehr Bergrheinfeld wurde am Sonntag um 16:23 Uhr zu einem schweren Verkehrsunfall mit mehreren eingeklemmten Personen alarmiert. Aufgrund der „günstigen“ Uhrzeit konnte die Wehr mit den ersten zwei vollbesetzten Fahrzeugen innerhalb von 4 Minuten ausrücken. Da vom verunfallten Mercedes automatisch der Standort geschickt wurde, konnte die Unfallstelle präzise angefahren werden. Die erstausrückenden Fahrzeuge der FF Bergrheinfeld konnten über die Staatsstraße nach Schnackenwerth und der Behelfsauffahrt sehr zügig bis auf die Autobahn kommen. Auf der Autobahn war dann – aufgrund einer fehlenden Rettungsgasse - fast kein Durchkommen. Da ca. 1 km vor der Unfallstelle unser 14,5 Tonnen schweres und dementsprechend breites Hilfeleistungslöschgruppenfahrzeug nicht mehr durch kam, mussten die Floriansjünger während der Alarmfahrt aussteigen und manchen Autofahrern erklären, wie die Rettungsgasse zu bilden ist. Als die Einsatzfahrt fortgesetzt werden konnte, war die FF Bergrheinfeld dann noch vor dem Rettungsdienst und Notarzt an der Einsatzstelle und konnte die Erstversorgung durchführen. Gleichzeitig wurden Maßnahmen eingeleitet, um die zwei eingeklemmten Personen mittels Rettungsschere und Spreizer befreien zu können. Wie sich vor Ort herausstellte, waren - neben den beiden Eingeklemmten - auch ein 2-jähriges Kind und eine schwangere Frau in einem der beiden Unfallfahrzeuge, welche jedoch schon durch Ersthelfer versorgt wurden.
Unser Appell geht daher an ALLE Autofahrer: Bitte bilden Sie, sobald sich ein Stau andeutet oder bildet, eine Rettungsgasse für eventuell kommende Einsatz- und Rettungsfahrzeuge. Nur so kann den Verunfallten schnell geholfen werden.
Weitere Informationen und Bilder, um sich die Ausmaße des Unfalls vorstellen zu können, finden Sie auf der Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Bergrheinfeld.
Zur kurzen Erklärung wie (einfach) eine Rettungsgasse funktioniert:
Auf zweispurigen Straßen: Die Fahrzeuge auf der linken Spur fahren so weit wie möglich nach links und die Fahrzeuge auf der rechten Spur fahren so weit wie möglich (auch auf den Standstreifen) nach rechts.
Auf drei- oder mehrspurigen Straßen: Die Fahrzeuge auf der linken Spur fahren so weit wie möglich nach links, die Fahrzeuge auf der mittleren Spur und auf der rechten Spur fahren so weit es geht rechts.
Jeweils in der Mitte befindet sich dann eine Rettungsgasse für Einsatz-, Rettungs- und Bergungsfahrzeuge.
Weitere Infos auch auf der Webseite der Freiwilligen Feuerwehr Bergrheinfeld.
Danke für Ihr Verständnis - Ihre Freiwillige Feuerwehr Bergrheinfeld
Brandschutz in der Advents- und Weihnachtszeit
geschrieben von m.k.
![]()
Immer wieder kommt es gerade in der Advent- und Weihnachtszeit zu schweren Wohnungsbränden, da Fehler mit dem Umgang von offenen Feuer wie z.B. Adventskerzen und trockenen Weihnachtsdekorationen wie den Adventskranz gemacht werden. Damit die besinnliche Advents- und Weihnachtszeit „Feuerfrei“ ausgeht, haben wir Ihnen wichtige Hinweise zusammengestellt.
Was ist bei Adventskränzen zu beachten:
· Verwenden Sie für Ihre Adventskränze nur frisch gebundene Kränze.
· Stellen Sie die Adventskränze auf eine nicht brennende Unterlage
· Verwenden Sie unbedingt Kerzenhalter mit Wachsauffangschalen aus nicht brennbaren Material.
· Achten Sie darauf, dass die Kerzen immer senkrecht auf dem Kranz befestigt werden
· Lassen Sie Adventskerzen niemals unbeaufsichtigt brennen
· Verlassen Sie niemals Ihre Wohnung oder Ihr Haus wenn Sie eine Adventskerze anzünden.
· Zünden Sie weit heruntergebrannte Kerzen und Kerzen auf trockenen Kränzen nicht mehr an. Trockene Zweige brennen schnell und heftig ab und stellen deswegen ein großes Brandrisiko dar.
Besondere Vorsicht ist geboten, wenn kleine Kinder oder freilaufende Haustiere anwesend sind. Sie könnten sich beim Kontakt mit den Kerzen verbrennen oder die Kerzen aus Versehen umstoßen.
Sollte es trotz aller Vorsichtsmaßnahmen dennoch zu einem Brand kommen, alarmieren Sie unbedingt die Feuerwehr über den Notruf 112.
Der Kreisfeuerwehrverband Schweinfurt wünschen Ihnen eine ruhige und besinnliche Advents- und Weihnachtszeit!
Bildquellenangabe: Andreas Hermsdorf / pixelio.de
Anbei wird als Download der neue Sirenen Probealarmkalender für das Jahr 2015 angeboten. Die Alarmauslösung durch die ILS Schweinfurt erfolgt an den im beigefügten Kalender angegebenen Samstagen jeweils zwischen 11:45 Uhr und 12:00 Uhr.
