Mit Inbetriebnahme der Integrierten Leitstelle Schweinfurt Mitte letzten Jahres wurde das bisherige Alarmierungssystem BASIS außer Betrieb genommen. Die bisher in BASIS erstellten Einsatzberichte müssen daher zukünftig über ein von der Leitstelle zur Verfügung gestelltes Softwareprogramm erfasst werden. Hierzu war für jede Feuerwehr eine Schulung und Einweisung in das neue Programm erforderlich. Vom Landratsamt Schweinfurt wird hierzu der optimal ausgestattete EDV-Raum zur Verfügung gestellt. Auftaktveranstaltung war für die Vertreter der Gemeinden am Freitag, den 23.08.2013 und für die Vertreter der Feuerwehren am 24.08.2013. Kreisbrandrat Holger Strunk konnte hier die 31 Teilnehmer begrüßen und in den jeweils 3 Stunden Ausbildung konnten sich die Teilnehmer mit dem internetbasierten Programm vertraut machen. Ausbilder KBM Klaus Kurre von der FF Mainberg und Fachberater Alexander Schraud vom Landratsamt Schweinfurt machten sich im Vorfeld bei vielen Vorbereitungsstunden mit dem Programm vertraut.

Im Namen der Kreisbrandinspektion bedankte sich der Kreisbrandrat herzlich bei den beiden Ausbildern.

Bei der Landtagswahl am 15. September 2013 entscheiden die Wählerinnen und Wähler nicht nur über die zukünftige Zusammensetzung des bayerischen Parlaments, sondern – per Volksentscheid – auch über fünf neue Staatsziele, die künftig Verfassungsrang erhalten sollen.

So will unter anderem eine Initiative, bestehend aus Mitgliedern fast aller Fraktionen des Bayerischen Landtags, erreichen, dass in Artikel 121 der Verfassung des Freistaats Bayern die Förderung des Ehrenamts als Staatsaufgabe aufgenommen wird. Hinzugefügt werden soll folgender Satz:

"Staat und Gemeinden fördern den ehrenamtlichen Einsatz für das Gemeinwohl."

Demografischer Wandel, Globalisierung, Migration und eine sich zunehmend verändernde Familienstruktur werden in der Begründung als Ausdruck eines tiefgreifenden gesellschaftlichen Wandels angeführt, der gemeinsamer beherzten Bemühungen von Staat und Gesellschaft bedarf. In einer aktiven Bürgergesellschaft gestalten die Menschen durch ihr freiwilliges bürgerschaftliches Engagement das Gemeinwesen nach Kräften mit und bereichern es. Dadurch tragen sie zu einer menschlichen und solidarischen Gesellschaft bei und festigen das demokratische Gemeinwesen.

Aus diesem Grund soll die ausdrückliche Regelung zur Förderung des Ehrenamts in die Verfassung des Freistaates Bayern aufgenommen werden. Der Antrag kam auf Initiative der Freien Wähler zustande und wurde am 10. Dezember 2012 in den Landtag eingebracht. Er wurde unterstützt durch die Fraktionen der CSU, SPD und der FDP.

Aus Sicht des LFV Bayern ist es durchaus wünschenswert, richtig und von Bedeutung, die Förderung des Ehrenamts in die Verfassung des Freistaats Bayern aufzunehmen. Das Engagement in den Freiwilligen Feuerwehren ist ein besonderes Ehrenamt mit der hoheitlichen Aufgabe der Gefahrenabwehr. Dieses sicherheitsrelevante Ehrenamt muss noch stärker gefördert werden, nicht zuletzt auch deshalb, um weiter Jugendliche, Männer und Frauen, egal welcher Altersgruppe zu motivieren und zum Mitmachen zu bewegen. Nur so werden wir vor dem Hintergrund der demografischen Entwicklung auch in Zukunft in Bayern das weltweit am engsten geflochtene Sicherheitsnetz vorhalten können.

Wir bitten daher alle stimmberechtigten Feuerwehrkameradinnen und Feuerwehrkameraden, der Aufnahme der Ehrenamtsförderung in die Bayerische Verfassung beim Volksentscheid am 15. September 2013 zuzustimmen.

Gez: Uwe Peetz
Geschäftsführer LFV Bayern

Anmerkung des KFV Schweinfurt:
Weitere Informationen über den Volksentscheid können unter www.bayern.de/volksentscheide abgerufen werden.

Am 07. September 2013 findet in Poppenhausen wieder ein Jugendwettkampf statt.

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