Wohnhausbrand, Am Junkersgarten, Person in Gefahr
Brand LKW ausserhalb von Ortschaften / BAB / Person in Gefahr
Brand
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eingesetzte Kräfte
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Einsatzbericht
Bericht aus der Mainpost:
Schwerer Unfall mit gestohlenem Auto: Zwei Tote, Fahrer auf der Flucht
Schonungen Eine Frau und ein Mann kamen am Montagabend bei einem schweren Verkehrsunfall am Ortseingang von Schonungen (Lkr. Schweinfurt) ums Leben. Der Fahrer, der mit einem offenbar kurz zuvor gestohlenen Auto unterwegs war, flüchtete zu Fuß von der Unfallstelle. Es wurde eine Großfahndung eingeleitet. Die Strecke von Hausen nach Schonungen blieb bis auf Weiteres komplett gesperrt.
Eine Frau aus Schonungen hatte ihr Auto in der Hofheimer Straße als gestohlen gemeldet. Laut einer Zeugenaussage waren an dem Diebstahl drei Personen beteilige. Das Fahrzeug wurde danach am Sportheim in Hausen gesehen, wo deres in hoher Geschwindigkeit wegfuhr, dann eine Vollbremsung machte und die beiden später Verstorbenen zustiegen.
Unmittelbar nachdem Beamte der Schweinfurter Polizei den Sachverhalt aufgenommen hatten, wurde der schwere Unfall am Ortseingang von Schonungen gemeldet. Der Spurenlage nach zu urteilen, war der entwendete Audi aus Richtung Hausen gekommen und am Ortseingang von Schonungen in einer Linkskurve vermutlich aufgrund überhöhter Geschwindigkeit zunächst auf das rechte Bankett geraten.
Laut Polizeibericht verlor der Fahrer die Kontrolle über das Auto und rammte einen massiven Lichtmast, dabei wurde die rechten Seitentüre herausgerissen. Das Fahrzeug drehte sich dann mehrfach um die eigene Achse, prallte gegen eine Betonmauer und blieb quer zur Fahrbahn stehen.
Die 21-jährige Beifahrerin aus Hausen und der 24-jährige Schweinfurter auf dem Rücksitz wurden beim Aufprall aus dem Auto geschleudert. Obwohl die Feuerwehr versuchte, beide wiederzubeleben, verstarben sie noch an der Unfallstelle.
Wie die Polizei berichtet, sei der Fahrer laut Zeugenaussagen aus dem Auto ausgestiegen, habe sich kurz umgeschaut und sei dann in Richtung der Gemeinde Hausen gerannt - vermutlich wurde er beim Unfall nicht schwer verletzt. Der Mann wird wie folgt beschrieben: Er ist etwa 190 cm groß, circa 25-30 Jahre alt und schlank. Er trug eine blaue Jeans, Turnschuhe, ein weißes Sweatshirt mit einem bunten Muster und einer Kapuze.
Die Polizei leitete sofort eine Großfahndung nach dem Fahrer ein, an der auch eine Rettungshundestaffel mit zehn Hunden und ein Polizeihubschrauber beteiligt waren. Die Suchmaßnahmen wurden auch durch die Feuerwehr Schonungen unterstützt, die mehrere Wärmebildkameras im Einsatz hatte. Eingesetzt waren auch so genannte Mantrailer-Hunde, die eigens für die Personensuche ausgebildet sind. Die Tiere nahmen auch eine Spur auf, die sich dann allerdings im Wald zwischen Hesselbach und Hausen verlor.
Um die weiteren Ermittlungen zügig voranzubringen, wird bei der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck im Laufe des Dienstags eine Ermittlungskommission eingesetzt, in der etwa zehn Beamte tätig sein werden.
Zeugen, denen der geflüchtete Autofahrer kurz nach dem Unfall oder im Laufe der Nacht aufgefallen ist, werden gebeten, sich bei der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck, Tel. 09722/9444-0, zu melden.
Nach Unglück mit zwei Toten und Großfahndung: Unfallfahrer
hat sich gestellt
Polizei nimmt 32-Jährigen fest
Schonungen Nach dem schweren Verkehrsunfall mit zwei Toten in einem gestohlenen Auto am Montagabend in Schonungen (Lkr. Schweinfurt) hat sich der flüchtige Fahrer am Dienstagnachmittag der Polizei gestellt.
In einer ersten Vernehmung hat der 32-Jährige eingeräumt, das Unfallfahrzeug geführt zu haben, teilte die Polizei am Abend mit. Der Tatverdächtige wurde festgenommen.
Die Polizei hatte eine groß angelegte Suchaktion nach dem Mann, der nach Zeugenaussagen zu Fuß von der Unfallstelle geflüchtet ist, unternommen. Eine zehnköpfige Ermittlungskommission Hausen der Verkehrspolizeiinspektion Schweinfurt-Werneck wurde eingesetzt. Die Beamten gingen im Laufe des Tages bei ihren äußerst intensiven Ermittlungen zahlreichen Hinweisen aus der Bevölkerung nach.
Großeinsatz der Polizei
Anwohner berichteten laut Polizei, der Mann habe nach dem Unfall noch kurz nach seinen beiden Mitfahrern gesehen, bevor er wegrannte. So wie er gelaufen sei, habe er offenbar keine größeren Verletzungen gehabt. Die 21-jährige Beifahrerin und ein 24-Jähriger waren trotz Reanimationsversuchen noch an der Unfallstelle gestorben. Sie werden am Mittwoch obduziert.
In der Nacht zum Dienstag waren laut Polizei unter anderem ein
Polizeihubschrauber, Wärmebildkameras und speziell ausgebildete
Personensuchhunde zum Einsatz gekommen. Die Mantrailer-Hunde
hatten in der Nacht eine Spur aufgenommen, die sich dann aber im
Wald zwischen den Orten Hausen und Hesselbach verlor.
Der Mann hatte am nördlichen Ortseingang von Schonungen gegen
20.15 Uhr in einer leichten Linkskurve die Kontrolle über den
Audi 80 verloren und war gegen einen massiven Laternenpfahl geprallt.
Dabei wurden die Türen auf der Beifahrerseite und die B-Säule
komplett herausgerissen. Die Polizei geht davon aus, dass sich der
Wagen mehrfach um die eigene Achse gedreht hat, bevor er gegen eine
Steinmauer prallte. Die 21-Jährige wurde aus dem Auto geschleudert.
Spezialisten des Bayerischen Landeskriminalamts sollen das Auto
am Mittwoch noch einmal auf Spuren untersuchen.
Das Auto war aus dem drei Kilometer entfernten Hausen gekommen, dem Heimatort der verstorbenen jungen Frau. Nach Angaben von Polizeisprecher Karl-Heinz Schmitt stammte der 24-jährige Mann, der angeschnallt auf der Rückbank saß, aus Schweinfurt. Ich habe mindestens drei furchtbare Schläge gehört, erzählte am Dienstag eine Anwohnerin. Sie und ihr Mann seien sofort aus dem Haus geeilt. Mein Mann hat die Unfallstelle unten abgesichert, ich stand oben und habe den Sanka gerufen, berichtet die vom Anblick der Nacht sichtlich gezeichnete Frau. Inzwischen hat sie an der Mauer, gegen die das Auto geprallt war, eine Kerze aufgestellt.
Unweit der Unfallstelle gestohlen
Der Audi war wenige Stunden zuvor unweit der späteren Unfallstelle gestohlen worden nach einer Zeugenaussage von drei Personen, wie die Polizei mitteilte. Mit dem silbernen Audi ist das Trio dann zum Sportheim in Hausen gefahren.
Hier haben die drei offenbar auf dem Parkplatz herumgehangen, berichtet Gerhard May, Abteilungsleiter Fußball der SG Hausen. Von seinen Spielern hat er gehört, dass der Audi sehr schnell die Straße in Richtung Schonungen heruntergeschürt sei. Der Audi habe hier schon beinahe ein Auto gerammt, das neben dem Sportplatz geparkt war. Zeugen berichteten der Polizei auch, dass das Auto mit hoher Geschwindigkeit wegfuhr, dann eine Vollbremsung machte und die beiden später Getöteten zusteigen ließ.
