Ölspur von Kaisten Richtung Brebersdorf

Brand LKW ausserhalb von Ortschaften / BAB / Person in Gefahr
Technische Hilfe
Einsatzort Details

Kaisten
Datum 12.09.2006
Alarmierungszeit 19:41 Uhr
Alarmierungsart ILS Schweinfurt
eingesetzte Kräfte

FF Kaisten
FF Brebersdorf

Einsatzbericht


Pressemeldung der Polizei:

PKW-Fahrerin schwer verletzt

Schönaich - Auf dem Weg nach Schönaich kam eine Frau etwa 300 Meter nach Breitbach auf das Bankett, worauf ihr Wagen gegen einen Wasserdurchlass prallte und sich überschlug.

Die eingeklemmte Fahrerin wurde von der Feuerwehr Oberschwarzach aus ihrem PKW mit Rettungsschere und Spreizer befreit.

Die 54-Jährige wurde mit schweren Rücken- und Bauchverletzungen vom Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Würzburg geflogen.

Der Schaden am PKW beläuft sich auf ca. 3500 Euro.
Die zusätzlich anwesenden Feuerwehren aus Gerolzhofen und Schönaich unterstützten die Rettungsaktion bzw. Übernahmen die Verkehrsregelung.

*************************************************************************

Bericht aus der Mainpost vom 29.08.2006:

Der rabenschwarze Unfall-Montag

Gerolzhofen Lag es am Mix aus Wolken, zwischendurch etwas Sonne und später am heftigen, langanhaltenden Regen an diesem Montag oder war es nur eine Verkettung unglücklicher Umstände? Tatsache ist, dass der 28. August 2006
aufgrund von fünf schweren Unfällen als "schwarzer Montag" in die Statistik der Polizeiinspektion Gerolzhofen eingehen wird. Die Bilanz: Acht schwerstverletzte Erwachsene und ein leicht verletztes fünfjähriges Kind sowie rund 35 000 Euro Schaden an den Fahrzeugen.

Eine unrühmliche Rolle spielten dabei einmal mehr zwei so genannte "Unfallbrennpunkte" im Bereich der hiesigen Dienststelle. Zum einen handelt es sich um die Kreuzung Dingolshäuser-/Berliner Straße an der Ab- beziehungsweise Auffahrt Gerolzhofen Süd zur B 286, zum anderen um die Kreuzung an der Straße zwischen der Schnellstraße und Kolitzheim unmittelbar im Anschluss an den Kreisverkehr bei Unterspiesheim.

Zwei Unfallbrennpunkte beteiligt

Seit geraumer Zeit versucht gerade bei Unterspiesheim die Polizei durch so genannte verkehrsüberwachende Maßnahmen, sprich in erster Linie durch Laser- und Geschwindigkeitskontrollen, zumindest die Schwere der Unfälle abzumildern. Doch, dass diese nicht ausreichend sind, hat sich jetzt am Montag wieder auf dramatische Weise gezeigt.

Polizeihauptkommissar Werner Wiederer, der im Dienstbereich Gerolzhofen für Verkehr, Statistik und Messungen an Unfallschwerpunkten zuständig ist, betont dann auch: "Hier müssen wir in Absprache mit dem Straßenbauamt auf jeden Fall etwas unternehmen". Eine der Maßnahmen könnte, muss aber zwangsläufig nicht die Aufstellung von Stopp-Schildern sein. Vor Ort sollen nun die erforderlichen Schritte in die Wege geleitet werden.

An den beiden erwähnten neuralgischen Punkten hat sich jedenfalls bereits die doppelte Anzahl an Unfällen wie im
gleichen Zeitraum 2005 ereignet, so Werner Wiederer.

Doch zurück zum unfallträchtigen Montag. Seinen traurigen Höhepunkt erlebte das Geschehen am Abend gegen 1940 Uhr auf der Strecke zwischen Dingolshausen und Bischwind.

Eine 42-jährige Verkäuferin war mit ihrem Wagen in Richtung Bischwind unterwegs, als sie etwa auf halber Strecke in
einer lang gezogenen Rechtskurve auf der regennassen Straße mit ihrem Golf auf die Gegenfahrbahn geriet, wo das Auto frontal mit einem entgegenkommenden Ford kollidierte. Aufgrund des heftigen Zusammenstoßes wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn geschleudert.

Fahrer eingeklemmt

Der 40-jährige Fahrer des Ford wurde eingeklemmt und musste schwer verletzt von der Feuerwehr Gerolzhofen mit der Rettungsschere aus dem Wrack befreit werden. Seine Beifahrerin wurde ebenfalls schwer, ein fünfjähriges Kind auf dem Rücksitz leicht verletzt. Die Unfallverursacherin erlitt ebenfalls schwere Verletzungen. Der Schaden an den Fahrzeugen beträgt geschätzte 20 000 Euro.

An der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Gerolzhofen, Dingolshausen, Bischwind und Michelau eingesetzt. Die Kreisstraße war für zwei Stunden total gesperrt, teilt die Polizei mit.

Der Unfall-Tag hatte, wie berichtet, bereits am Morgen um 612 Uhr bei Unterspiesheim schlecht begonnen: mit zwei schwer verletzten Personen und etwa 6500 Euro Schaden.

Ein VW-Golf war vom Kreisverkehr in Unterspiesheim kommend in die Staatsstraße in Richtung Bundesstraße B 286 beziehungsweise Kolitzheim eingebogen. Hierbei missachtete der Fahrer die Vorfahrt einer von links in Richtung Kolitzheim fahrenden Frau. Beim Zusammenstoß der beiden Fahrzeuge wurde der Golf durch den Aufprall in den gegenüberliegenden Straßengraben geschleudert. Beide Unfallbeteiligte wurden mit schweren Verletzungen in ein Schweinfurter Krankenhaus gebracht. Auch hier sind mehrere Feuerwehren im Einsatz.

Die weiteren Unfälle im Telegramm-Stil:

9:25 Uhr bei Breitbach: Auf dem Weg nach Schönaich kommt eine Frau etwa 300 Meter nach Breitbach auf das Bankett, worauf ihr Wagen gegen einen Wasserdurchlass prallt und sich überschlägt.

Spreizer im Dauer-Einsatz

Da der Skoda Fabia auf der Seite zum Liegen kommt, muss die Feuerwehr aus Gerolzhofen zum ersten Mal an diesem Tag mit dem Spreizer ausrücken, um die Frau aus dem Fahrzeug zu befreien. Die 54-Jährige wird mit schweren Rücken- und Bauchverletzungen vom Hubschrauber in die Uniklinik nach Würzburg geflogen. Schaden am Auto: rund 3500 Euro.

11:35 Uhr bei Grettstadt: Fast ein Spiegelbild des Unfalls bei Breitbach zuvor. Eine junge Frau prallt mit ihrem Pkw auf der Strecke von Gochsheim nach Grettstadt ebenfalls gegen einen Wasserdurchlass, nachdem sie in einer leichten
Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen war. Auch hier überschlägt sich der Opel Kadett anschließend. Mit schweren Verletzungen wird die 18-Jährige in ein Schweinfurter Krankenhaus eingeliefert. Schaden am Auto: rund 2000 Euro.

Über Motorhaube geschleudert

16:10 Uhr an der Schnellstraßenbrücke an der Kartbahn bei Gerolzhofen: Ein 43-Jähriger, der mit seinem Wagen aus Richtung Schweinfurt bzw. Gerolzhofen-Nord kommt verlässt an der Abfahrt Gerolzhofen-Süd die B 286 und will die Kreuzung geradeaus in Richtung Berliner Straße überqueren. Hierbei missachtet der Mann die Vorfahrt eine stadtauswärts fahrenden Rollerfahrers. Der wird über die Motorhaube auf die Verkehrsinsel geschleudert. Dabei erleidet er unter anderem einen schweren offenen Oberschenkelbruch. Während der Erstversorgung halten die Helfer eine Rettungsdecke über den Verletzten, so stark regnet es zu diesem Zeitpunkt. Der 61-Jährige wird zunächst in die Geomed-Klinik gebracht, muss aber aufgrund der Schwere seiner Verletzungen per Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung nach Würzburg verlegt werden. Den Schaden an Auto und Roller beziffert die Polizei in diesem Fall auf 2000 Euro.

Auch hier, wenn auch mit zeitlicher Verschiebung eine gewisse Duplizität der Ereignisse: Zuletzt war hier am Weinfestsamstag, 15. Juli, fast zur gleichen Zeit um 1615 Uhr ein Biker Opfer eines Verkehrsunfalls geworden, als ihm an dieser gefährlichen Stelle ein von der Schnellstraße kommender Mann die Vorfahrt nahm und es zum Zusammenstoß des Pkws mit dem Motorrad gekommen war.

Doch wer glaubt, damit hätten Polizei, Feuerwehren und Rotes Kreuz genug Arbeit am Montag gehabt, der irrt sich gewaltig. Der junge Tag war gerade einmal 40 Minuten alt, als die Einsatzkräfte, an vorderster Front die Gerolzhöfer Feuerwehr, wegen eines vermeintlichen Brandes in der Geomed-Klinik aufgeschreckt worden waren.

Obendrein falscher Feueralarm

Zum Glück stellte sich jedoch heraus, dass ein Fehlalarm vorlag. Bis dann am Abend zwischen Dingolshausen und
Bischwind die letzten Unfallspuren bei strömendem Regen beseitigt waren, war der Tag schon fast wieder vorbei.

Und damit den Polizeibeamten auch in der kurzen Zeit zwischen den Unfällen in der Dingolshäuser Straße in Gerolzhofen und dem zwischen Dingolshausen und Bischwind keine Atempause vergönnt war, galt es für sie um 1820 Uhr in
Gerolzhofen noch einen Parkunfall aufzunehmen.


Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Vollmann

Hinweis des Webmasters zu dem Bericht aus der Mainpost:

Die Person beim VU zwischen Schönaich und Breitbach wurde von der FF Oberschwarzach, und nicht wie berichtet von der FF Gerolzhofen, aus dem PKW mit Rettungsgerät befreit. Die FF Gerolzhofen stand "lediglich" in Bereitschaft.