Ölspur von Kaisten Richtung Brebersdorf
Brand LKW ausserhalb von Ortschaften / BAB / Person in Gefahr
Technische Hilfe
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eingesetzte Kräfte
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Einsatzbericht
Pressemeldung der Polizei:
PKW-Fahrerin schwer verletzt
Schönaich - Auf dem Weg nach Schönaich kam eine Frau
etwa 300 Meter nach Breitbach auf das Bankett, worauf ihr Wagen
gegen einen Wasserdurchlass prallte und sich überschlug.
Die eingeklemmte Fahrerin wurde von der Feuerwehr Oberschwarzach
aus ihrem PKW mit Rettungsschere und Spreizer befreit.
Die 54-Jährige wurde mit schweren Rücken- und Bauchverletzungen
vom Rettungshubschrauber in die Uniklinik nach Würzburg geflogen.
Der Schaden am PKW beläuft sich auf ca. 3500 Euro.
Die zusätzlich anwesenden Feuerwehren aus Gerolzhofen und Schönaich
unterstützten die Rettungsaktion bzw. Übernahmen die Verkehrsregelung.
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Bericht aus der Mainpost
vom 29.08.2006:
Der rabenschwarze Unfall-Montag
Gerolzhofen Lag es am Mix aus Wolken, zwischendurch etwas Sonne
und später am heftigen, langanhaltenden Regen an diesem Montag
oder war es nur eine Verkettung unglücklicher Umstände?
Tatsache ist, dass der 28. August 2006
aufgrund von fünf schweren Unfällen als "schwarzer
Montag" in die Statistik der Polizeiinspektion Gerolzhofen
eingehen wird. Die Bilanz: Acht schwerstverletzte Erwachsene und
ein leicht verletztes fünfjähriges Kind sowie rund 35
000 Euro Schaden an den Fahrzeugen.
Eine unrühmliche Rolle spielten dabei einmal mehr zwei so genannte
"Unfallbrennpunkte" im Bereich der hiesigen Dienststelle.
Zum einen handelt es sich um die Kreuzung Dingolshäuser-/Berliner
Straße an der Ab- beziehungsweise Auffahrt Gerolzhofen Süd
zur B 286, zum anderen um die Kreuzung an der Straße zwischen
der Schnellstraße und Kolitzheim unmittelbar im Anschluss
an den Kreisverkehr bei Unterspiesheim.
Zwei Unfallbrennpunkte beteiligt
Seit geraumer Zeit versucht gerade bei Unterspiesheim die Polizei
durch so genannte verkehrsüberwachende Maßnahmen, sprich
in erster Linie durch Laser- und Geschwindigkeitskontrollen, zumindest
die Schwere der Unfälle abzumildern. Doch, dass diese nicht
ausreichend sind, hat sich jetzt am Montag wieder auf dramatische
Weise gezeigt.
Polizeihauptkommissar Werner Wiederer, der im Dienstbereich Gerolzhofen
für Verkehr, Statistik und Messungen an Unfallschwerpunkten
zuständig ist, betont dann auch: "Hier müssen wir
in Absprache mit dem Straßenbauamt auf jeden Fall etwas unternehmen".
Eine der Maßnahmen könnte, muss aber zwangsläufig
nicht die Aufstellung von Stopp-Schildern sein. Vor Ort sollen nun
die erforderlichen Schritte in die Wege geleitet werden.
An den beiden erwähnten neuralgischen Punkten hat sich jedenfalls
bereits die doppelte Anzahl an Unfällen wie im
gleichen Zeitraum 2005 ereignet, so Werner Wiederer.
Doch zurück zum unfallträchtigen Montag. Seinen traurigen
Höhepunkt erlebte das Geschehen am Abend gegen 1940 Uhr auf
der Strecke zwischen Dingolshausen und Bischwind.
Eine 42-jährige Verkäuferin war mit ihrem Wagen in Richtung
Bischwind unterwegs, als sie etwa auf halber Strecke in
einer lang gezogenen Rechtskurve auf der regennassen Straße
mit ihrem Golf auf die Gegenfahrbahn geriet, wo das Auto frontal
mit einem entgegenkommenden Ford kollidierte. Aufgrund des heftigen
Zusammenstoßes wurden beide Fahrzeuge von der Fahrbahn geschleudert.
Fahrer eingeklemmt
Der 40-jährige Fahrer des Ford wurde eingeklemmt und musste
schwer verletzt von der Feuerwehr Gerolzhofen mit der Rettungsschere
aus dem Wrack befreit werden. Seine Beifahrerin wurde ebenfalls
schwer, ein fünfjähriges Kind auf dem Rücksitz leicht
verletzt. Die Unfallverursacherin erlitt ebenfalls schwere Verletzungen.
Der Schaden an den Fahrzeugen beträgt geschätzte 20 000
Euro.
An der Unfallstelle waren die Feuerwehren aus Gerolzhofen, Dingolshausen,
Bischwind und Michelau eingesetzt. Die Kreisstraße war für
zwei Stunden total gesperrt, teilt die Polizei mit.
Der Unfall-Tag hatte, wie berichtet, bereits am Morgen um 612 Uhr
bei Unterspiesheim schlecht begonnen: mit zwei schwer verletzten
Personen und etwa 6500 Euro Schaden.
Ein VW-Golf war vom Kreisverkehr in Unterspiesheim kommend in die
Staatsstraße in Richtung Bundesstraße B 286 beziehungsweise
Kolitzheim eingebogen. Hierbei missachtete der Fahrer die Vorfahrt
einer von links in Richtung Kolitzheim fahrenden Frau. Beim Zusammenstoß
der beiden Fahrzeuge wurde der Golf durch den Aufprall in den gegenüberliegenden
Straßengraben geschleudert. Beide Unfallbeteiligte wurden
mit schweren Verletzungen in ein Schweinfurter Krankenhaus gebracht.
Auch hier sind mehrere Feuerwehren im Einsatz.
Die weiteren Unfälle im Telegramm-Stil:
9:25 Uhr bei Breitbach: Auf dem Weg nach Schönaich kommt eine
Frau etwa 300 Meter nach Breitbach auf das Bankett, worauf ihr Wagen
gegen einen Wasserdurchlass prallt und sich überschlägt.
Spreizer im Dauer-Einsatz
Da der Skoda Fabia auf der Seite zum Liegen kommt, muss die Feuerwehr
aus Gerolzhofen zum ersten Mal an diesem Tag mit dem Spreizer ausrücken,
um die Frau aus dem Fahrzeug zu befreien. Die 54-Jährige wird
mit schweren Rücken- und Bauchverletzungen vom Hubschrauber
in die Uniklinik nach Würzburg geflogen. Schaden am Auto: rund
3500 Euro.
11:35 Uhr bei Grettstadt: Fast ein Spiegelbild des Unfalls bei Breitbach
zuvor. Eine junge Frau prallt mit ihrem Pkw auf der Strecke von
Gochsheim nach Grettstadt ebenfalls gegen einen Wasserdurchlass,
nachdem sie in einer leichten
Rechtskurve von der Fahrbahn abgekommen war. Auch hier überschlägt
sich der Opel Kadett anschließend. Mit schweren Verletzungen
wird die 18-Jährige in ein Schweinfurter Krankenhaus eingeliefert.
Schaden am Auto: rund 2000 Euro.
Über Motorhaube geschleudert
16:10 Uhr an der Schnellstraßenbrücke an der Kartbahn
bei Gerolzhofen: Ein 43-Jähriger, der mit seinem Wagen aus
Richtung Schweinfurt bzw. Gerolzhofen-Nord kommt verlässt an
der Abfahrt Gerolzhofen-Süd die B 286 und will die Kreuzung
geradeaus in Richtung Berliner Straße überqueren. Hierbei
missachtet der Mann die Vorfahrt eine stadtauswärts fahrenden
Rollerfahrers. Der wird über die Motorhaube auf die Verkehrsinsel
geschleudert. Dabei erleidet er unter anderem einen schweren offenen
Oberschenkelbruch. Während der Erstversorgung halten die Helfer
eine Rettungsdecke über den Verletzten, so stark regnet es
zu diesem Zeitpunkt. Der 61-Jährige wird zunächst in die
Geomed-Klinik gebracht, muss aber aufgrund der Schwere seiner Verletzungen
per Rettungshubschrauber zur weiteren Behandlung nach Würzburg
verlegt werden. Den Schaden an Auto und Roller beziffert die Polizei
in diesem Fall auf 2000 Euro.
Auch hier, wenn auch mit zeitlicher Verschiebung eine gewisse Duplizität
der Ereignisse: Zuletzt war hier am Weinfestsamstag, 15. Juli, fast
zur gleichen Zeit um 1615 Uhr ein Biker Opfer eines Verkehrsunfalls
geworden, als ihm an dieser gefährlichen Stelle ein von der
Schnellstraße kommender Mann die Vorfahrt nahm und es zum
Zusammenstoß des Pkws mit dem Motorrad gekommen war.
Doch wer glaubt, damit hätten Polizei, Feuerwehren und Rotes
Kreuz genug Arbeit am Montag gehabt, der irrt sich gewaltig. Der
junge Tag war gerade einmal 40 Minuten alt, als die Einsatzkräfte,
an vorderster Front die Gerolzhöfer Feuerwehr, wegen eines
vermeintlichen Brandes in der Geomed-Klinik aufgeschreckt worden
waren.
Obendrein falscher Feueralarm
Zum Glück stellte sich jedoch heraus, dass ein Fehlalarm vorlag.
Bis dann am Abend zwischen Dingolshausen und
Bischwind die letzten Unfallspuren bei strömendem Regen beseitigt
waren, war der Tag schon fast wieder vorbei.
Und damit den Polizeibeamten auch in der kurzen Zeit zwischen den
Unfällen in der Dingolshäuser Straße in Gerolzhofen
und dem zwischen Dingolshausen und Bischwind keine Atempause vergönnt
war, galt es für sie um 1820 Uhr in
Gerolzhofen noch einen Parkunfall aufzunehmen.
Von unserem Redaktionsmitglied Norbert Vollmann
Hinweis des Webmasters zu dem Bericht aus der Mainpost:
Die Person beim VU zwischen Schönaich und Breitbach
wurde von der FF Oberschwarzach, und nicht wie berichtet von der
FF Gerolzhofen, aus dem PKW mit Rettungsgerät befreit. Die
FF Gerolzhofen stand "lediglich" in Bereitschaft.
