Ölspur im Ortsbereich
Brand LKW ausserhalb von Ortschaften / BAB / Person in Gefahr
Technische Hilfe
|
eingesetzte Kräfte
|
Einsatzbericht
Bericht aus der Mainpost:
Wolkenbruch hält Helfer auf Trab
Lkr. SW/KT - Die schweren Gewitter, die am Sonntagnachmittag über Teile des Altlandkreises Gerolzhofen zogen, hielten vor allem die Feuerwehren im Bereich Volkach auf Trab.
Schlammfluten, die sich aus den Weinbergen herunterwälzten, ließen im Bereich Volkach viele Keller regelrecht absaufen. In Gaibach stand das Wasser nach den Worten von Volkachs Bürgermeister Peter Kornell bis zu 40 Zentimeter hoch auf der Staatsstraße.
Auch die Feuerwehr Zeilitzheim rückte aus, denn nach dem heftigen Unwetter war die Landstraße zwischen Zeilitzheim und Obervolkach nicht mehr passierbar. In Höhe der Seen des Fischguts Gerstner war die Fahrbahn zu Anfang bis zu zehn Zentimeter hoch mit Schlamm bedeckt. Dieser rutschte aus einem im Gefälle liegenden Acker auf die Straße. Die Feuerwehr Zeilitzheimer leitete den Verkehr um und begann mit der Säuberung. Dabei waren auch zwei landwirtschaftliche Fahrzeuge im Einsatz, die mit ihren Frontladern schon einen großen Teil der matschigen Erde von der Fahrbahn entfernen konnten. Die Feuerwehrleute selbst spritzten mit Wasser, das sie aus einem der Seen pumpten, weiteren Dreck von der Straße, so dass am frühen Abend die Verbindungsstraße nach Obervolkach wieder befahrbar war.
Der Starkregen, der Blitz und Donner begleitete, hatte die Feuerwehren rund um Volkach schwer gefordert. Der Kitzinger Kreisbrandrat Roland Eckert sprach von rund 20 Einsätzen im Bereich von Volkach. Schwerpunkt der Einsätze seien vollgelaufene Keller gewesen.
Richtig heftig war es am Kirchberg, wie Bürgermeister Peter Kornell erklärte. In einem Hohlweg hätten die Fluten bis zu einem Meter tief das Erdreich mitgerissen und zu Tal befördert. Im Bereich zwischen Volkach und Gaibach seien die schlimmsten Schäden entstanden. Die Feuerwehren seien zu zahllosen Einsätzen ausgerückt.
Betroffen von dem Unwetter war auch das Gebiet Volkach Nord. Weil laut Kornell viele Kanäle das Wasser nicht mehr abtransportieren konnten, sei es nach außen gedrückt worden und in viele Keller gelaufen. Zeitweise überflutet war auch die Straße zwischen Volkach und Fahr, die deshalb für den Verkehr gesperrt werden musste. Mainaufwärts im Landkreis Schweinfurt hatten die Feuerwehren ebenfalls gut zu tun. Die Stützpunktwehr Gerolzhofen und die Floriansjünger aus Unterspiesheim wurden alarmiert, um den Kameraden in Stammheim beim Beseitigen von Unwetterfolgen zu helfen. In Schwanfeld stand ein Rinderstall unter Wasser, das Wasserwirtschaftsamt überprüfte, ob durch die herausgespülte Gülle eine Gefährdung des Trinkwassers gegeben war. Die Autobahn A 7 bei Werneck war teilweise überflutet. Im Einsatz waren hier die Wehren aus Werneck, Schwanfeld, Hergolshausen, Theilheim und Wipfeld.
Das Gewitter und die begleitenden Sturmböen hatten in Kitzingen für ein jähes Ende des Stadtfests gesorgt. Gegen 15.45 Uhr setzte der Regen ein und wenig später brach der Gewittersturm los. Aussteller und Veranstalter versuchten, die umherfliegenden Schirme und Pavillons zu retten. Die Besucher flüchteten sich ins Trockene. In kurzer Zeit war die bis dahin volle Innenstadt leer. Sichtlich erleichtert stellte mit Herbert Müller aus dem Rathaus ein Mitorganisator am Montag fest: Außer kleineren Sachschäden ist nichts passiert. Das Fest war allerdings vorbei. Gegen 16.30 Uhr entschieden sich die Veranstalter, das Restprogramm komplett abzusagen. Es hatte keinen Sinn mehr, sagte Müller. Betroffen war vor allem das geplante Bootsrennen und die Auftritte von Bands am Abend.
Am Gartenschaugelände in Kitzingen sind Sturm und Regen weitgehend spurlos vorbeigegangen. Bis auf ein paar kleine Äste keinerlei Schäden, stellte Gartenschaugeschäftsführer Hilmar Hein am Montag nach einem Gang über das neun Hektar große Gelände fest. Die Polizei meldet einen nicht alltäglichen Verkehrsunfall durch den Gewittersturm in der August-Gauer-Straße in Kitzingen. Ein abgestellter Anhänger wurde durch den heftigen Sturm rückwärts gegen eine geparkte Sattelzugmaschine geschoben. Dabei entstand am Laster ein Schaden von rund 2000 Euro. Zudem wurde ein BMW, der unter einem Baum geparkt war, erheblich beschädigt. Durch den starken Sturm fielen mehrere große Äste auf das Fahrzeug und beschädigten die Heckscheibe und den Kofferraumdeckel. Den Schaden schätzt die Polizei auf 3000 Euro.
