Ölspur ab Kreisverkehr, Auffahrt Schwebheim, bis Schweinfurt
Brand LKW ausserhalb von Ortschaften / BAB / Person in Gefahr
Technische Hilfe
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eingesetzte Kräfte
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Einsatzbericht
Aus der Mainpost:
Offenbar Treffpunkt von Jugendlichen in Flammen
Obbach - (mar/mim/hb) Ein Brand bei Euerbach im nördlichen
Landkreis Schweinfurt hat am Freitagabend mindestens ein Menschenleben
gekostet.
Ein tragisches Ende hat am Freitagabend eine Feier von sieben Jugendlichen
genommen. Nach einer Verpuffung war eine Holzhütte innerhalb
kürzester Zeit in Brand geraten. Bei dem Feuer kam eine 17-Jährige
ums Leben. Drei weitere junge Leute erlitten zum Teil schwere Verletzungen.
Auch ein Feuerwehrmann wurde verletzt.
Die Unglücksursache steht noch nicht fest. Die Jugendlichen,
die alle aus dem Landkreis Schweinfurt stammen, hatten sich in den
Abendstunden in der Holzhütte aufgehalten, die sich etwa 250
Meter abseits der Ortsverbindungsstraße Sömmersdorf -
Obbach befindet. Nach den bislang vorliegenden Erkenntnissen kam
es gegen 20.15 Uhr im Zusammenhang mit dem Betrieb eines Ofens zu
der folgenschweren Verpuffung. Innerhalb kürzester Zeit brannte
die Hütte lichterloh. Die jungen Leute versuchten noch erfolglos
gegen die Flammen vorzugehen und setzten dann per Handy einen Notruf
ab. Zu diesem Zeitpunkt fiel ihnen auf, dass eine 17-Jährige
aus der Gruppe fehlte.
Nach und nach rückte ein Großaufgebot der Feuerwehren
aus Niederwerrn, Poppenhausen, Euerbach, Sömmersdorf, Brebersdorf,
Rütschenhausen und Obbach an. Über 120 Feuerwehrleute
waren schließlich im Einsatz, die den Brand schnell unter
Kontrolle hatten. Allerdings machten die Löschmannschaften
eine schreckliche Entdeckung. In der total ausgebrannten Hütte
entdeckten sie die Leiche der Jugendlichen. Ein 17-Jähriger
erlitt bei dem Feuer schwere Verbrennungen. Der junge Mann wurde
per Hubschrauber in eine Spezialklinik für Brandverletzungen
nach Nürnberg geflogen. Zwei weitere Jugendliche wurden mit
Verdacht auf Rauchvergiftung ebenfalls in eine Klink eingeliefert.
Die übrigen drei Personen, die sich zuvor in der Hütte
ausgehalten hatten, erlitten einen Schock. Sie wurden wie Angehörige,
die am Ort des Geschehens eintrafen, u.a. von insgesamt vier Notfallseelsorgern
betreut. Auch einer der Feuerwehrleute trug Verletzungen davon,
die eine stationäre Aufnahme in einer Klinik erforderlich machten.
Der Mann war in einen elektrisch geladenen Weidezaun geraten und
klagte danach über Herzprobleme.
Noch am Abend kamen Beamte der Kriminalpolizei Schweinfurt an den
Unglücksort. Bislang gibt es keine verlässlichen Angaben
darüber, was letztendlich die folgenschwere Verpuffung ausgelöst
hat. Die Ermittlungen dauern an. Die Rettungsleitstelle hatte zur
Versorgung und den Transport der Verletzten neben der Hubschrauberbesatzung
noch vier Rettungsfahrzeuge und drei Notärzte entsandt. Insgesamt
waren auf Seiten des Rettungsdienstes 14 Personen im Einsatz.
Ergänzung vom 29.11.2009 aus der Mainpost:
Tod durch Benzin: Brandursache in Euerbach geklärt - Teelicht
soll Verpuffung ausgelöst haben
Obbach - (nog) Nach dem Tod einer 17-Jährigen durch einen Hüttenbrand
steht die Ursache fest: Wie die Polizei mitteilte, schüttete
ein Jugendlicher Benzin ins Feuer. Ein nachgeworfenes Teelicht soll
dann die Verpuffung ausgelöst haben.
Wie die Polizei mitteilte, habe sich bei den Ermittlungen der Kriminalpolizei
Schweinfurt im Laufe des Samstags herausgestellt, dass ein Jugendlicher
Benzin in einen Ofen geschüttet und dadurch die Ursache für
den verheerenden Brand gelegt hatte.
Wie bereits berichtet, hatten sich in den Abendstunden sieben junge
Leute im Alter von 13 bis 18 Jahren in der zwischen den Gemeinden
Sömmersdorf und Obbach am Waldrand gelegenen, etwa 40 bis 50
Jahre alten Holzhütte getroffen. Gegen 20.15 Uhr hatte einer
der anwesenden Jugendlichen in einen Holz-/Kohleofen Benzin geschüttet
und den Benzinkanister in etwa zwei Meter Entfernung abgestellt.
Den Ermittlungen zu Folge warf der junge Mann dann noch ein brennendes
Teelicht hinterher, was eine Verpuffung zur Folge hatte. Parallel
dazu lief eine Brandspur, die vermutlich durch ausgelaufenes Benzin
entstanden ist, über den Boden zu dem offenen Benzinkanister
und setzte diesen schlagartig in Brand. Die Flammen breiteten sich
schnell auf die gesamte Holzhütte aus.
Die jungen Leute verließen sofort die Hütte, während
einige mit einem vor Ort befindlichen Feuerlöscher vergeblich
den Brand bekämpfen wollten. Schnell stellte sich heraus, dass
sich noch ein Mädchen in der Hütte befand. Einige versuchten
noch, die 17-Jährige herauszuholen, was aber aufgrund des heftigen
Feuers nicht mehr gelang. Feuerwehrleute entdeckten die Leiche der
Schülerin, nachdem die Flammen gelöscht waren.
Ein junger Mann war schwer verletzt mit einem Hubschrauber in eine
Spezialklinik nach Nürnberg geflogen worden. Zwei weitere Jugendliche
kamen wie ein Feuerwehrmann mit leichteren Verletzungen in ein Schweinfurter
Krankenhaus.
